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Regio ohne Zollfreistrasse gewaltfreier Widerstand seit 1977
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Die Zollfrei-Z'Vieris finden bis auf weiteres jeden Samstag ab 16Uhr an der Wiese statt


Web-Forum


Das Forum musste leider am 13. Januar 2007 geschlossen werden, da der Webmaster, seit kurzem, mit Spam-Mails überschwemmt worden ist. - Sorry!



Infomail Zollfreie Nr. 83
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 19. Juli 2006



Liebe FreundInnen des untergehenden Auenparks an der Wiese,

diese Infomail enthält drei Gliederungspunkte:

1. Zur Lage
2. Adi in Russland inhaftiert
3. Weitere Termine


Zu 1. Zur Lage

Das grosse Wunder ist nicht eingetreten. Die politisch Verantwortlichen haben weniger Flexibilität bewiesen als erhofft. Sie schlugen private Spenden in Höhe von aktuell 7 Mio CHF und voraussichtlich noch 3 Mio mehr aus und unterliessen, die Maschinerie zu stoppen. Verschalungen für den Brückenbau über die Wiese liegen inzwischen bereit, und Beton wird ausgegossen.

Viele ungezählte kleine Wunder haben sich in den letzten Jahrzehnten ereignet, für die wir alle dankbar sind. Am denkwürdigen Tag von Räumung und Rodung riskierten viele eine Strafe dafür, das Richtige getan zu haben; Adi und Michael werden noch immer verfolgt. Viele gute Freundschaften sind entstanden, die die Zeit aktiven, gemeinsamen Widerstands überdauern werden. Wir danken dem langen Atem vieler, die sich jahrzehntelang für den Erhalt des Auenparks eingesetzt haben. Viele untermauerten mit ihrem persönlichen Lebensstil die Echtheit unseres Einsatzes für andere Formen von Mobilität. Wir danken den PolitikerInnen, die für unser aller Anliegen ihr Gewicht und ihre Popularität in die Waagschale geworfen haben, z.T. auch gegen die Mehrheitsmeinung in ihren Fraktionen oder Parteien. Ohne die diversen Organisationen, die uns logistisch, personell und finanziell zur Seite standen, wären wir nicht so weit gekommen. Unser Dank schliesst Menschen ein aus Basel-Stadt, die mehrheitlich für den besseren Schutz des Auenparks gestimmt hatten, und aus Lörrach, die - aus einer Minderheitenposition heraus - grenzüberschreitend die Wiese erhalten und nicht erst zerstören wollten, um sie anschliessend wieder renaturieren zu können. In guter Erinnerung bleiben sicher auch die vielen künstlerischen Beiträge in der Landschaft und vor Ort bei den Zeltcamps. Ohne das grosse Interesse der Medien hätten wir unser Anliegen nicht derart umfassend in der Öffentlichkeit zum Thema machen können. Der juristische Einsatz gegen die Rodung am Schlipf verschaffte der Landschaft und uns eine Verschnaufpause. Auch für diverse Gutachten sind wir JuristInnen auf beiden Seiten der Grenze dankbar. Unzählige Einzelpersonen standen uns mit Zeit-, Geld-, Ideen- und Gedankenspenden hilfreich zur Seite. Einige machten den Auenpark monatelang zu ihrem persönlichen zentralen Lebensinhalt und -mittelpunkt. Last but not least fastete Martin selbstlos für die gute Sache, setzte sich damit auch der Kritik aus, ermöglichte dadurch aber viele Dinge erst.

Mit Darryl Hannah, u.a. bekannt als Elle Driver aus Quentin Tarantinos Kill Bill I, trat vor kurzem übrigens eine Schauspielerin in die Fussstapfen von Michael und Adi und harrte mehrere Tage lang auf einem kalifornischen Baum aus.


Zu 2. Adi in Russland inhaftiert

Adi hatte sich im Juni zusammen mit zwei deutschen Studierenden mit dem Fahrrad von Berlin nach St. Petersburg aufgemacht und wurde am Ziel noch vor Beginn des G8-Gipfels zusammen mit seinen Mitradlern verhaftet. Allen und noch hunderten weiteren Inhaftierten wird Urinieren in der Öffentlichkeit vorgeworfen - ein in dieser Pauschalität offensichtlich fadenscheiniger Vorwurf, zumal Adi dabei nicht auf frischer Tat ertappt worden sein kann, denn er wurde früh morgens aus einer Wohnung abgeführt. Auf dieses Delikt steht in Russland nicht etwa eine Geldstrafe, sondern stehen ca. zehn Tage Haft. Die Versammlungsfreiheit wird dadurch eingeschränkt, dass diejenigen, von denen erwartet wird, dass sie sich gegebenenfalls in der Zukunft versammeln, prophylaktisch eingesperrt werden. "Deutsche Regierungskreise hatten die Verhaftung [...] vor Beginn des G8-Gipfels als 'sehr ärgerlich' bezeichnet und darauf hingewiesen, dass derartige Fälle das von Putin gezeichnete Bild Russlands als ein für Kritik offenes Land belasten." ( http://www.aktuell.ru/russland/news/verhaftete_deutsche_g8_gegner_wieder_freigelassen_15106.html) Adi wird in Haft kein direkter Kontakt zu seiner Familie gewährt. Im Gegensatz zu Adi kamen seine beiden Mithäftlinge inzwischen frei. Wer Adi unterstützen möchte, kann sich an die Russische Botschaft - Ambassade Russie, Federation, Chancellerie: Brunnadernrain 37, CH-3006 Bern, case postale, CH-3000 Bern 15, Tel +41 31 352 05 66 et +41 31 352 64 65, Fax +41 31 352 55 95 wenden.


Zu 3. Weitere Termine

- Sr. Demas, vielen von Euch von den Z'Vieris und von Räumung und Rodung bekannt, wird Basel verlassen und lädt daher am Samstag, 22. Juli ab 13 Uhr zu einem Abschieds-Hock ein. Bei schönem Wetter findet dieser an der grünen Grenze an der Wiese statt, sonst in der Schule für allg. Krankenpflege, Lukas-Legrand-Str. 4, Basel.
- Die Zollfrei-Z'Vieris finden, Tamara sei Dank, bis aus weiteres wöchentlich statt, damit wir uns nicht aus den Augen verlieren.
- Die interreligiösen Meditationen in der Leonhardkirche finden bis auf weiteres wöchentlich sonntags ab 8Uhr, dienstags ab 18Uhr und freitags ab 12Uhr für die Dauer von jeweils ca. einer Stunde statt.


Bis irgendwann einmal wieder,
Philipp Bachmann.

Infomail Zollfreie Nr. 82
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 7. Juni 2006



Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,

fast zeitgleich mit der Errichtung der Behelfsbrücke über die Wiese schlugen gestern BefürworterInnen des Erhalts des Auenparks an der Wiese unorthodox eine stark fundierte Brücke zu den BefürworterInnen der Zollfreistrasse.

Diese Infomail enthält Information zu
1. "Gemeinsam pro Wiese-Tunnel" und
2. Veranstaltung am 17. Juni, 15 Uhr

Zu 1. "Gemeinsam pro Wiese-Tunnel":

Angesichts der schweren Einsicht, dass die Chancen, die Zollfreistrasse zu verhindern, spätestens seit der Räumung und Rodung drastisch schwanden, aber auch angesichts des dokumentierten Mehrheitswillens der Baselstädtischen Bevölkerung, den Auenpark schützen zu wollen, habe sich das Komitee "Gemeinsam pro Wiese-Tunnel" gegründet, das sich für die Realisierung der Strasse als bergmännisch gebautem Tunnel von Grenze zu Grenze einsetze und damit einen Kompromiss anstrebe, der sowohl die GegenerInnen der Zerstörung des Auenparks als auch die BefürworterInnen der Zollfreistrasse zu GewinnerInnen mache.

Kompromisse seien für viele ihrer TrägerInnen schmerzlich, in diesem Fall gehe es aber darum, dass die einzige realistische Alternative zum Tunnel der teils überirdische Bau der Strasse wäre - die Strasse ganz zu verhindern, schiene unmöglich.

Das Komitee handelt in letzter Minute, aber dafür mit voller Kraft voraus. Bevor es gestern erstmals an die Öffentlichkeit trat, wurden monatelang hinter ungewöhnlich verschlossenen Türen Gespräche mit Lokal-, Regional- und BundespolitikerInnen auf deutscher und schweizerischer Seite geführt. Das Komitee kümmert sich aktiv um die Finanzierung der Mehrkosten der Tunnelvariante und konnte gestern schon Privatspenden in Höhe von 4 Mio CHF und eine Spendenzusage von 2 Mio CHF mitteilen. Es rechnet ferner mit einem wesentlichen Beitrag durch den Kanton, der die Tunnelvariante samt namhafter Beteiligung an den Mehrkosten vor gut einem Jahr bereits als Angebot Deutschland unterbreitet hatte (siehe Infomail Zollfreie Nr. 57). Das Komitee rief zu weiteren Privatspenden für die Tunnelvariante auf.

Das Komitee setzt sich nicht nur einfach für eine alte Idee ein, sondern bewirbt das Gesamtprojekt "Phoenix", das aus verschiedenen Gründen reizvoll ist:
* Erhalt des Grünstreifens Tüllinger Berg - Lange Erlen * Beendigung der jahrzehntelangen GegnerInnenschaft zwischen Fürsprechenden der Zollfreistrasse und Fürsprechenden des Auenparks.
* Die Trägerschaft ist viel breiter aufgestellt als diejenige der bisherigen Akteure.
* Die Mehrkosten eines Tunnels führen nicht zu Mehrausgaben Deutschlands.
* Ein bergmännisch vorgetriebener Tunnel behebt Sorgen um Trinkwasser und Hangrutsch und verhindert etwaige Verzögerungen durch noch nicht abgeschlossene Enteignungsverfahren.
* Die Tunnellösung führt nicht zu einer nennenswerten Verzögerung der Eröffnung der Zollfreistrasse.
* Das Komitee konnte glaubhaft versichern, dass es sich um einen ernsthaften Kompromiss handelt, nicht etwa um einen weiteren Versuch, nach neuen Wegen der blossen Verzögerung zu suchen.

Die positiven Rückmeldungen auf diese Initiative aus diversen politischen Kreisen können der Presse entnommen werden.

Die Realisierung der Zollfreistrasse als Tunnel führe dazu, dass "auf Generationen hinaus kein Schandmal, sondern ein Denkmal regionaler Kooperation und Verständigung entsteht", wie das Komitee schrieb.

Zu 2. Veranstaltung am 17. Juni, 15 Uhr:

Am 17. Juni wird Barbara Kümel ab 15 Uhr einladen zu einem Seidenmarionettenspiel des irischen Elfenmärchens "Fingerhütchen". Es findet vor dem Z'Vieri an der Wiese statt.

Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.

Infomail Zollfreie Nr. 81
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 2. Mai



Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,

wie am 15. März bereits mitgeteilt werden wir pünktlich drei Monate nach der Räumung des Auenparks am 6. Februar am Samstag, 6. Mai 2006, nach dem Z'Vieri ein Treffen für alle veranstalten, deren Personalien seinerzeit polizeilich erfasst worden sind. Wir bieten an, über die Vorgänge zu reden, gemeinsam Photos auszutauschen und das weitere Vorgehen bei Eingang etwaiger Strafbefehle zu koordinieren.

Dazu wird es ab etwa 17.30Uhr im Landgasthof Riehen Gelegenheit geben (direkt an der Tramhaltestelle Riehen Dorf gelegen und vom Z'Vieri aus auch gut zu Fuss erreichbar).

Weitere Termine:

* Barbara Kümel, baumkundige Künstlerin, lädt am Samstag, 6. Mai 2006, zur Wanderung "Bäume erkennen und erleben" entlang der Wiese ein. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Tramstation Eglisee. Die Wanderung wird gegen 16 Uhr am Z'Vieri enden. Unkostenbeitrag CHF 12 (Erwachsene) und CHF 7 (Kinder). Für RoZlerInnen wird die Teilnahme kostenfrei sein. Bitte meldet Euch an bei +41765102828 oder mailto:bkuemel@gmx.ch.

* Die Zollfrei-Z'Vieris finden bis auf weiteres jeden Samstag ab 16Uhr an der Wiese statt.

* Entgegen den Angaben in der letzten Infomail finden auch weiterhin interreligiöse Meditationen in der Krypta der Leonhardskirche statt, und zwar an folgenden Tagen und zu folgenden Zeiten: Jeden Sonntag von 8 bis 9 Uhr, jeden Dienstag jeweils von 18 bis 19 Uhr und jeden Freitag jeweils von 12 bis 13 Uhr.

Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.

Infomail Zollfreie Nr. 80
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 16. April



Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,

Barbara Kümel, baumkundige Künstlerin, und Luitgard Bohn-Tshiang, Naturpädagogin, laden Euch für Dienstag, 25. April 2006, zum Internationalen Tag des Baumes an die Wiese ein ("Andere Feiertage stehen für das Vergangene - der Tag des Baumes steht für die Zukunft." - Julius Sterling Morton, der diesen Tag eingeführt hat). Das Programm steht unter dem Motto "Baum heilt Mensch heilt Baum" und ist voraussichtlich wie folgt:
10 Uhr: Eröffnung am Primel-Regenbogen an der Wiese
11 Uhr: Baumkunde
14 Uhr: Kasperle-Theater
15 Uhr: Baumkunde
durchgängig: Singen, Malen, Tanzen, Kuchen, Tee, Most.


Barbara und Luitgard suchen noch händeringend nach Helfenden und freuen sich über Kuchenspenden. Bitte meldet Euch bei +41613311829 oder bkuemel@gmx.ch. Barbara freut sich auch über Besuch in ihrem Atelier im Gundeldinger Feld, Halle 1, etwa zum Puppenspiel am Sonntag, 23.April, oder zur Märchenstunde am Montag, 24. April.

Am 9. Februar hatte ich Euch darüber informiert, dass diejenigen von Euch, die Hab und Gut bei der Räumung des Wiesegeländes zurücklassen mussten, es bitte bei Urs Rinklin am Schlipf bis Fastnacht abholen mögen. Urs lagert immer noch Dinge von Euch ein - bitte meldet Euch rasch bei ihm, sonst werden sie einem guten Zweck zugeführt.

Weitere Termine:

- Die Meditationen in der Leonhardskirche finden nur noch bis Ostern statt.

- 22. April 2006, 20 Uhr: Martin Vosseler: "Wundermythen in einer Wendezeit", Kulturwerkstatt Dreiländereck http://www.kulturwerkstatt-dreilaendereck.de/, Riesstrasse 4, Lörrach (beim Senigalliaplatz unweit des "Haupt"-Bahnhofs). Eintritt in freiwilliger Höhe.

- 25./26. April 2006 am Claraplatz, Basel: Mahnwache 20 Jahre Tschernobyl, veranstaltet von PSR/IPPNW Schweiz (ÄrztInnen für Soziale Verantwortung / gegen den Atomkrieg). Mit dem AKW Fessenheim in der nächsten Nähe hat die Erinnerung an Tschernobyl auch hier bei uns ganz konkrete Bedeutung. Es finden ferner Konzerte, eine Podiumsveranstaltung und ein Marsch nach Kaiseraugst statt. Weitere Informationen: http://www.tschernobyl-mahnwache.ch.vu/.

- 13. Mai 2006, 10.15 bis 16.30Uhr: Forum: Austausch und Vernetzung verkehrspolitischer Gruppen von umverkehR http://www.umverkehr.ch/. Forum für Zeitfragen, Leonhardskirchplatz 11, Basel (10 Minuten vom Bahnhof SBB, Tram 8 oder 11 bis zum Barfüsser und von dort zu Fuss). U.A. wird Martin Vosseler über die Erfahrungen mit der Zollfreistrasse referieren. Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte meldet Euch bis zum 8. Mai bei mailto:umverkehr@umverkehr.ch oder +41442427276 an.

Frohe Ostern, Philipp Bachmann.

Infomail Zollfreie Nr. 79
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 16. März 2006



Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,

diese Email ist wieder etwas länger und besteht aus drei Abschnitten: 1. Aufruf zur Kundgebung am Samstag, 25. März, ab 16Uhr an der Wiese
2. Die Zollfreistrasse hat den Deutschen Bundestag erreicht
3. Weitere Termine

Zu 1. Aufruf zur Kundgebung am Samstag, 25. März, ab 16Uhr an der Wiese

"warum bleibt die Zollfreistrasse auf der Strecke?" - unser seit langer Zeit mit verschiedenen Mitteln geführter grenzüberschreitender und gewaltfreier Einsatz für den Erhalt des Naherholungsgebiets an der Wiese hat seine Argumente nicht eingebüsst.

Wir rufen Euch alle dazu auf, einen Tag vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg am Samstag, 25. März 2006 ab 16Uhr an der Wiese in unmittelbarer Nähe der deutsch-schweizerischen Grenze zu einer spektakulären Kundgebung zusammenzukommen. Dort werden wir einmal mehr demonstrieren, * dass die Mehrheit im Kanton Basel-Stadt die Zollfreie nicht will,
* dass der Bau der Zollfreien gegen das Europäische Artenschutzabkommen verstösst,
* dass die Strasse wegen der Feinstaubbelastung ohnehin gesperrt werden würde,
* dass der Schlipf die Strasse zuschütten würde und
* dass wir unsere Zukunft selbst gestalten werden, nicht PolitikerInnen der 70er Jahre.

Wir erwarten hohen Überraschungsbesuch.

Durchgangsstrassen durch Wohn- und Naherholungsgebiete werden plötzlich Umgehungsstrassen genannt, Bundesstrassen mit Schwerverkehr nennt man plötzlich Verbindungsstrassen, Mehrheiten ignoriert die Macht plötzlich. Daher ist es an der Zeit, zusammenzukommen. Wir werden der Öffentlichkeit zeigen, dass wir die Wieseinitiative erfüllt sehen wollen, und eindringlich warnen vor Lärm und anderen Folgen des Schwerverkehrs, der sich über die Trasse ergiessen würde.

Wir drängen Euch dazu, zu kommen, und wünschen uns von Euch, dass Ihr Eure Häupter grün bedeckt.

Wir stellen Euch Werbematerialien für die Kundgebung zur Verfügung. Bitte meldet Euch, wenn Ihr helfen wollt zu plakatieren. Das Plakat werden wir auch über die RoZ-Homepage zum Selberdrucken verfügbar machen.

Zu 2. Die Zollfreistrasse hat den Deutschen Bundestag erreicht

"Hält die Bundesregierung das Projekt B317 [...] für verkehrs- und umweltpolitisch sinnvoll in Abwägung der erheblichen Kosten, der vergleichsweise geringen Einsparung an Fahrzeit für den Autoverkehr sowie der tiefgreifenden Zerstörungen an der Natur?" Diese und weitere 17 kritische Fragen richtete die Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag vor kurzem im Rahmen einer Kleinen Anfrage zur "Zollfreistrasse durch Schweizer Naherholungsgebiet" an die deutsche Regierung (Bundestags-Drucksache 16/869 vom 8. März 2006, bald nachzulesen unter http://dip.bundestag.de/btd/16/008/1600869.pdf).

Zu 3. Weitere Termine

* Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr weiterhin jeweils Meditationen in der Krypta der Basler Leonhardskirche statt.
* Diese Woche fastet eine Gruppe von uns. Diese trifft sich mindestens noch morgen nach der 17 Uhr-Meditation in der Basler Leonhardskirche.
* Samstag, 18. März, 16 Uhr: Zollfrei Z'Vieri an der Wiese. Ein Thema: Weitere Planung der Kundgebung am 25. März
* Montags im März: Joggen an der Wiese mit Josha Frey, grünem Kandidat für den Landtag von Baden-Württemberg: http://www.josha-frey.de/.


Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.

Infomail Zollfreie Nr. 78
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 15. März 2006



Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,

als Vorbereitung zu einer von uns stark ins Auge gefassten Kundgebung bietet Barbara am morgigen Donnerstag, 16. März, von 15 bis 19 Uhr in Halle 1 im Gundeldinger Feld, Dornacher Strasse 192, Basel, eine Mützenstrickete an. Auch Personen, die dem Stricken bislang ferne stehen, sind willkommen. Bitte bringt grüne Wolle und Stricknadeln mit.

Pünktlich drei Monate nach der Räumung des Auenparks am 6. Februar werden wir am Samstag, 6. Mai, nach dem Z'Vieri ein Treffen für alle veranstalten, deren Personalien seinerzeit polizeilich erfasst worden sind. Wir bieten an, über die Vorgänge zu reden und das weitere Vorgehen bei Eingang etwaiger Strafbefehle zu koordinieren. Potentiell Verfolgten empfehlen wir, sich schon jetzt bei uns zu melden, soweit noch nicht geschehen. Diese werden dann detaillierter informiert als via Infomail. Sollte Euch ein Strafbefehl zugehen, habt Ihr nur wenig Zeit, dagegen Einspruch einzulegen. Über den Ort des Treffens am 6. Mai werden wir zu gegebener Zeit noch informieren.

Weitere Termine:

* Diese Woche fastet eine Gruppe von uns.
* Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr weiterhin jeweils Meditationen in der Krypta der Basler Leonhardskirche statt.
* Samstag, 18. März, 16 Uhr: Zollfrei Z'Vieri an der Wiese. Ein Thema: Weitere Planung der Kundgebung
* Montags im März: Joggen an der Wiese mit Josha Frey, grünem Kandidat für den Landtag von Baden-Württemberg: http://www.josha-frey.de/.

Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.

Infomail Zollfreie Nr. 77
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 10. März 2006



Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,

wir laden Euch ein, nächste Woche gemeinsam zu fasten. Wir treffen uns am morgigen Samstag um 18 Uhr vor dem Restaurant Isaak am Basler Münsterplatz zu einer Information mit Maria Bühlmann, Fastenbegleiterin, zu einer Vorbesprechung. Sonntag wird ein Vorbereitungstag werden, ab Montag kann dann gemeinsam gefastet werden.

Morgen findet ab 16Uhr an der Wiese wieder das Zollfrei-Z'Vieri statt. Wir werden zurück- und vorausblicken.

In der letzten Infomail wurde das weitere Schicksal der kleinen russisch-orthodoxen Holzkapelle aus Lakoma in der Lausitz geschildert, nachdem sie von der Wiese an den Bodensee gewandert war. Aller Voraussicht nach nimmt es nun konkrete, positivere Züge an: Ralf Röhr, der Künstler, der sie erbaut hatte, wird sie gemeinsam mit lokalen HolzgestalterInnen im Thurgau wieder restaurieren. Danach wird sie wohl dauerhaft in dem Wald verbleiben, das durch eine kantonale Abstimmung vor einer Strasse bewahrt werden konnte.

Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr weiterhin jeweils Meditationen in der Krypta der Basler Leonhardskirche statt.

Ebenfalls in der letzten Infomail hatte ich auf die Jogging-Aktion mit Joscha Frey hingewiesen. Wetterbedingt musste der erste Lauf abgesagt werden. Bitte entnehmt die weiteren Jogging-Termine Joscha Freys Homepage: http://www.josha-frey.de/. Dort steht auch jeweils, falls weitere Läufe ausgelassen werden müssen.

Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.

Infomail Zollfreie Nr. 76
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 25. Februar 2006



Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese, "Soziale Frage, Klassengegensätze und Umweltthemen hängen alle miteinander zusammen", äusserte Robert Hass vor neun Jahren (http://www.motherjones.com/arts/qa/1997/03/visions.html). Der hochdekorierte kalifornische Lyriker verbindet Bildung, Kunst und Umweltschutz - insbesondere die Sorge um Flüsse - miteinander.

Die heutige Infomail handelt von Folgendem:
1. "Wiesionen"
2. Das Schicksal der Lakoma-Kapelle
3. Termine


Zu 1. "Wiesionen"

Vor einer guten Woche standen die "Wiesionen" auf der Tagesordnung des Lörracher Stadtrats, das Projekt zur Renaturierung der Wiese. Nicht einmal alle RätInnen waren schliesslich bereit, das Projekt mit 15.000EUR nicht zweckgebundenen und weiteren 80.000EUR an ökologische Projekte gebundenen Steuermitteln zu fördern (Badische Zeitung, Lörrach, 17. Februar 2005). Aufschlussreich ist insbesondere das Verhältnis der Summe dieser Mittel zu den projektierten Kosten der Anbindung der Clara-Immerwahr- an die Basler Strasse in Höhe von 5,7 Mio EUR (Badische Zeitung, Lörrach, 2. Dezember 2003), die im Rahmen des geplanten Baus der Zollfreistrasse durchgeführt und von der Stadt getragen werden muss: Der Strassenbau ist der Stadt Lörrach also sechzig mal mehr wert als die Renaturierung der Wiese. Zerstörung hat offenbar Priorität vor Bewahrung und Wiederherstellung.

Die Wiese sei ein "ökologisches Klassenzimmer", hiess es im Stadtrat. Bildung braucht Echtheit ihrer VermittlerInnen. Die Wiesionen werden um vieles glaubwürdiger, wenn der letzte Auenpark im Kanton Basel-Stadt, der auch auf Drängen Lörrachs gerade dem Erdboden gleich gemacht worden ist, wieder aufgeforstet und keine Umgehungsstrasse durch ein Wohngebiet realisiert wird.


Zu 2. Das Schicksal der Lakoma-Kapelle

Wie wir erfahren haben, wurde die Kapelle aus Lakoma, die vier Monate lang an der Wiese stand, bei Kreuzlingen leider Opfer eines Autounfalls. Sie wird voraussichtlich restauriert werden.


Zu 3. Termine

* Heute, 25. Februar, findet ab 16Uhr ein Zollfrei-Z'Vieri an der Wiese in Riehen in unmittelbarer Nähe der deusch-schweizerischen Grenze statt.

* Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr jeweils Meditationen in der Krypta der Basler Leonhardskirche statt. Statt der Meditation am morgigen Sonntagmittag ab 12 Uhr wird Martin Vosseler einen Spaziergang von der Leonhardskirche zum Schulhaus zur Mücke http://wbs.edubs.ch/mücke/ anbieten.

* Tatjana Metzger wird am Freitag, 3. März, in Schopfheim ein indianisches Schwitzhüttenritual für den Auenpark und für die Heilung der Erde und ihrer BewohnerInnen anbieten. Wer teilnehmen möchte, möge sich unbedingt anmelden, die Plätze sind begrenzt. Nähere Informationen zur Anmeldung:
http://118913.forum.onetwomax.de/topic=100375930869.

* Jeden Montag im März (vom 6. bis einschliesslich 27. März) lädt Euch Josha Frey, grüner Kandidat für den baden-württembergischen Landtag, zusammen mit Laufberater Burkhardt Sieper (Marathonläufer und Buchautor von "Fit in die Kiste") zum jeweils ca. 45 minütigen Joggen an der Wiese ein. Josha Frei teilt mit: "Wir starten jeweils um 7.00 Uhr an der Pestalozzi-Apotheke in der Hauptstrasse in Lörrach-Stetten und werden von dort über die grüne Grenze an der S-Bahn nach Riehen laufen. Für Menschen aus Riehen ist eine "Zustiegsmöglichkeit" gegen ca. 7.10 Uhr an der Kreuzung Weilerstr./Lörracherstr. (nördl. des Beyelermuseums, ich trage einen schwarzen Trainingsanzug). Der Lauf führt uns über das Erlensträsschen dann wieder zurück über den Mühlenmattweg zur Wiesenaue. Alle Menschen (gleich welcher Nation), die fit in die Woche starten wollen und damit gleichzeitig für ein gesundes Klima in der Wiesenaue demonstrieren wollen, sind herzlich eingeladen, das mit diesem Lauf zu demonstrieren."

Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.

P.S.:
Weiteres über Robert Hass und seine Verbindung von Literatur, Kunst, Bildung und Umweltthemen:
* River of Words: http://www.riverofwords.org/
* International Rivers Network. Linking Human Rights and Environmental Protection: http://www.irn.org/


Infomail Zollfreie Nr. 75
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 16. Februar 2006



Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,

Mirjam hatte Euch das erfreuliche Ergebnis der kantonalen Abstimmung ja schon mitgeteilt. Der Souverän von Basel-Stadt hat mit deutlicher Mehrheit die Wieseinitiative angenommen. Viele Medien und PolitikerInnen sind sich mit uns darin einig, dass diese Mehrheit damit der Zollfreistrasse eine Absage erteilt hat. Andere versuchen, das Ergebnis zu verschweigen oder wegzudiskutieren und zeigen sich damit nach der voreiligen Räumung und Rodung des Geländes am Schlipf ein weiteres Mal undemokratisch.

Ziel von Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ) ist es, den Auenpark zu erhalten. Neu ist, dass wir seit Sonntag die Mehrheit der baselstädtischen Stimmbevölkerung sicher hinter uns wissen. Wir erwarten nun den Ausspruch eines Moratoriums und den Beginn von Neuverhandlungen über dieses veraltete Strassenprojekt, das einer nachhaltigen Mobilität nicht zu dienen in der Lage ist. Als überregionale Bundesstrasse wird sie weit mehr Verkehr in ein ökologisch sensibles Gebiet bringen, als die Verbindungsstrasse zwischen Lörrach und Weil am Rhein, die der Staatsvertrag im Sinn hatte.

Bis zum Bau der Behelfsbrücke über die Wiese bleibt uns nicht mehr viel Zeit. Nach Äusserungen der deutschen Bauherrschaft wird damit Anfang März begonnen.

Unsere Aktivitäten bewegen sich auf drei Feldern:

1. Politik

Die Technokratie muss nun wieder hinter die Politik zurücktreten. Die klaren Mehrheitsverhältnisse nach der Abstimmung nutzen IG Auenpark am Schlipf und RoZ für politische Interventionen auf verschiedensten Ebenen. Letzten Montag konnten einige von Euch zunächst die Basler Regierungspräsidentin Barbara Schneider überraschen, und andere abends dann Günther Öttinger, den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, der sich in der Regio aufhielt.

2. Aktion

Zollfrei-Z'Vieris finden nun wieder wöchentlich statt. Das nächste findet am Samstag, 18. Februar, ab 16Uhr an der Wiese statt. Zwei Themen stehen schon fest: Wir werden uns für den riesigen Einsatz von Greenpeace und von Greenpeace-Aktivisten bei der gewaltfreien Besetzung des Geländes am 6. Februar bedanken. Und wir werden über Wunder hören und reden.

In jüngster Zeit sind verschiedene Ideen für Aktionen entstanden. Bitte teilt uns mit, welche Idee Ihr personell unterstützen wollt und könnt. Ihr könnt natürlich auch weitere vorschlagen. Alle Aktionen können nach dem deutlichen Abstimmungsergebnis für die Wieseinitiative nun im Wissen um die Mehrheit der baselstädtischen Bevölkerung in unserem Rücken durchgeführt werden. "Wir trauen uns und setzen den Mehrheitswillen um". Dieses Wissen hatten wir bei der Besetzung am Räumungs- und Rodungstag noch nicht - und hatten trotzdem schon viele Sympathien auf unserer Seite.

* Alphorn
* Bäume pflanzen auf gerodetem Teil
* Begehung
* Fasten in Gruppe bei Baubeginn
* Frühlingsfest als Dank für Abstimmungsergebnis
* Morgengebet mit Andacht
* nackt auf dem Boden, Körperskulptur
* schriftlicher Hinweis auf die persönliche Verantwortung der BauarbeiterInnen
* Blumen an BauarbeiterInnen verteilen
* Mit Blumen zum Weiler Oberbürgermeister Dietz gehen
* Friedensvögel für BauarbeiterInnen
* Z'Nüni für BauarbeiterInnen
* Dokumentation auf italienisch, türkisch, albanisch, polnisch, ... für die BauarbeiterInnen
* Geländerundgang für BauarbeiterInnen
* Musik, Tanz, Theater
* Fotomontage Wiesebrücke begrünt in 10 Jahren
* Flitzeraktion, ggf. maskiert

Wer Sven von Ungern-Sternberg, den Freiburger Regierungspräsidenten, für sein Drängen auf Rodung vor der Abstimmung und für seine Dialogverweigerung kritisieren möchte, wird auf der RoZ-Homepage bald Musterbriefe finden. Wir versprechen uns von individuell formulierten Briefen, beispielsweise auf Basis der Wiese-Postkarten der Initiative, allerdings eine grössere Wirkung.

3. Spirituell

Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr jeweils Meditationen in der Krypta der Basler Leonhardskirche statt. Martin Vosseler fastet und wendet sich strikt gegen jede Interpretation als Hungerstreik. Martin geht es sehr gut, er schöpft durch das Fasten neue Kraft. Er befindet sich in bester Tradition und hat gute Vorbilder, so z.B. Mahatma Gandhi. Besonders die nahende Fastenzeit bietet Euch Gelegenheit, mit ihm zusammen zu fasten.

Alle diejenigen unter Euch, die am 6. Februar polizeilich erfasst worden sind, sollten sich unbedingt schon jetzt ein Gedächtnisprotokoll über den Vorgang anfertigen, denn es kann lange dauern, bis Ihr einen Strafbefehl bekommt, und die Details sind bis dahin leicht vergessen. Dieses Protokoll sollte mindestens folgendes aufführen: Zeiten, Orte, Abläufe, Details, Beobachtungen. Nach wie vor und davon unabhängig könnt Ihr Euch als polizeilich Registrierte auch bei uns registrieren lassen, um dann gemeinsam gegen Strafbefehle vorgehen zu können.

Die Zollfreistrasse wird nicht gebaut werden.

Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.

Infomail Zollfreie Nr. 73
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 9. Februar 2006



Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,

Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ) bedankt sich bei Euch allen. Dank an alle, die am Montag ausserhalb der Absperrungen bleiben mussten, an alle, die uns aus der Ferne beistehen wollten, an alle, die drinnen auf dem Gelände waren, an alle SitzblockiererInnen, an alle Kletternden, an alle Medien, an alle, die in Gedanken bei uns waren. Ihr alle wart wichtig - die im Innern haben die Unterstützung und Gedanken der Ausgesperrten gespürt. Die Rodung konnten wir nicht verhindern, dennoch hätte der Montag kaum besser laufen können. Wir alle haben die Staatsgewalt auf uns genommen, und für das Anliegen, den Auenpark zu erhalten, haben GeschäftsführerInnen, Abgeordnete, Selbständige, Studierende, SchülerInnen, RentnerInnen, LehrerInnen, Angestellte und andere auch verschiedentliche Beschimpfungen als Sozialschmarotzer erduldet. In der gestrigen Ausgabe der Badischen Zeitung war zu lesen, dass Euch selbst die BefürworterInnen der Zollfreistrasse für die Gewaltfreiheit gelobt hätten.

Wie geht es nun weiter?

Höchste Priorität hat die Abstimmung über die Wieseinitiative am kommenden Sonntag, 12. Februar. Bitte rührt noch einmal die Werbetrommel und stimmt mit Ja. Material dazu findet Ihr ggf. bei www.wiese-initiative.ch/werbematerial.html.

Nächsten Samstag findet wieder ein Zollfrei Z'Vieri ab 16Uhr an der Wiese statt. Der Ort wurde durch die Rodung schwergeschädigt. Trotzdem ist noch viel von seiner Energie vorhanden. Lasst ihn uns wieder beleben. Bringt Dinge dafür mit, die unseren besonderen Widerstandsgeist ausdrücken. Am Ort des Geschehens wurde ein Kummerkasten installiert. Beim Z'Vieri wollen wir innehalten, würdigen, was war. Bringt dazu bitte Photos und Erinnerungen mit.

Beim Z'Vieri werden wir beginnen, die Namen derjenigen zu sammeln, denen eine strafrechtliche Verfolgung drohen könnte, um gemeinsam juristisch dagegen vorgehen zu können. Falls Ihr nicht kommen könnt, könnt Ihr mir auch per Email mitteilen, dass die Polizei Eure Personalien aufgenommen hat.

Material, das bei der Räumung zurückgelassen werden musste, haben wir inzwischen bei Urs Rinklin am Schlipf gesammelt. Holt es bitte unbedingt bis zur Fastnachtswoche bei ihm ab. Bei mir zuhause habe ich noch Dinge, die seinerzeit in der kleinen Holzkapelle aus Lakoma zurückgelassen wurden. Falls Ihr etwas vermisst, meldet Euch bitte bald bei mir.

Wir angekündigt, findet in der Krypta der Leonhardskirche Basel ein Innehalten statt. Die Zeiten sind täglich 8-9Uhr, 12-13Uhr und 17-18Uhr.

Die Zollfreistrasse ist bis heute nicht baureif. Wir werden auf Erstellung eines Arteninventars der Wieselandschaft drängen. Die Hangrutschgefahr wurde nicht abschliessend untersucht. Die Enteignungsverfahren sind nicht abgeschlossen.

Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.

P.S:
In Essex, UK, wird es demnächst vielleicht ähnliche Szenen geben wie bei uns: www.savepriorypark.org.

Infomail Zollfreie Nr. 72
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 7. Februar 2006



Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,

"das ist nicht ein Finale, sondern nur das Achtelfinale", so Martin Vosseler nach Räumung und teilweiser Rodung gegenüber SRDRS. Viele von Euch sind nach den gestrigen Erlebnissen resigniert. Bitte geht trotzdem und jetzt erst recht am 12. Februar abstimmen. Sagt es weiter und stimmt mit Ja!

Bei Vogelgezwitscher zeigte die strukturelle Gewalt gestern ihre ganze Härte. Unsere Vorabinformationen erwiesen sich also als richtig, und dies zeigt, dass nicht alle VertreterInnen der Exekutive mit dem Vorgang von gestern einverstanden waren. Die Basler Regierung liess das Gelände weiträumig vom Zivilschutz absperren. Nachdem Regierungsrätin Schneider das Gelände verlassen und ihre angebliche Machtlosigkeit zur Schau gestellt hatte - sie und die Polizei seien gar nicht Handelnde, wie sie mitteilte - begann die Schweizer Polizei in Anwesenheit von Regierunsrat Schild, ihres obersten Dienstherrn, mit der Räumung des gewaltfrei besetzten Geländes. Etwa ein Viertel von uns liess sich wegtragen, darunter auch ein Lörracher Stadtrat. Nicht alle, die sich gestern für den Erhalt des Auenparks strafrechtlich verfolgen liessen, können die Folgen aus eigener Tasche bezahlen. Ihr könnt ihnen dabei helfen, Bankverbindung siehe unten.

Gegen 13.10 Uhr fiel der erste Baum. Daraufhin läuteten in Riehen die Glocken. Während wir gutnachbarlich grenzüberschreitend die Schöpfung bewahrten, bestand die offizielle gutnachbarliche Zusammenarbeit in der sinnlosen Zerstörung des Auenparks. Die letzten Baumhütten konnten erst gegen 16.40 Uhr geräumt werden.

Die Presse wurde vom Ort des Geschehens ausgeschlossen, was Nationalrätin Maya Graf öffentlich kritisierte (telebasel).

"Ich finde das verrückt, was da passiert [...], so gegen die Natur vorzugehen und so gegen die Demokratie vorzugehen", so Nationalrat Remo Gysin (telebasel). Die Exekutive tut so, als könne es einen Rechtsstaat geben ohne Gerichte, ohne Parlament - und ohne Volk. Es sind noch mehrere Verfahren anhängig. Der Basler Grossrat wartet bis heute auf geologische Abklärungen von deutscher Seite, die ihm einst zugesagt worden waren. Und die Wieseinitiative kommt nächsten Sonntag zur Abstimmung. "Wir brauchen eine andere Generation von Politikern, die die Verantwortung für die Natur übernehmen und sie nicht ständig herumschieben", kommentierte Martin Vosseler die Geschehnisse des gestrigen Tags.

Die Zollfreie ist noch nicht gebaut, der Widerstand geht weiter.

Wir treffen uns ab morgen für täglich insgesamt drei Stunden morgens, mittags und abends in der Krypta der Leonhardskirche zur interreligiösen Meditation. Die genauen Zeitpunkte könnt Ihr dem Internetforum entnehmen, das Ihr von unserer Homepage aus erreicht, sobald sie feststehen.

Martin Vosseler wird im Lohnhof unbefristet Fasten und lädt Euch ein, ein Stück Weg dabei mit ihm zu gehen.

Samstag treffen wir uns zum Z'Vieri um 16 Uhr an der Wiese. Wir wollen unsere Trauer verarbeiten und Impressionen sammeln, was wir alle zusammen in den letzten Jahren Schönes in der Natur des Auenparks erlebt haben.

Gestern musste diverses persönliches Material auf dem Gelände zurückgelassen werden. Es konnte zum Teil in Sicherheit gebracht werden. Bitte meldet Euch, wenn Ihr etwas vermisst.

Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.

Infomail Zollfreie Nr. 71
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 2. Februar 2006



Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,

Dienstag riefen die BewahrerInnen des Auenparks "dazu auf, das Gelände wieder zu besetzen", wie die Basler Zeitung auf ihrer Titelseite in ihrer gestrigen Ausgabe feststellte. Die Campingsaison ist also wieder eröffnet, auch Martin Vosseler hat sein Zelt schon aufgeschlagen. Ihr alle seid wärmstens eingeladen, Euer Zelt zu schultern und Euch vom Wieserauschen in den Schlaf wiegen zu lassen. Die CamperInnen freuen sich über Speis' und Trank, und es werden dringend warme Decken benötigt.

Dieser Aufruf nimmt stündlich an Wichtigkeit zu. Hatte Dienstag die Basler Regierung alle Seiten damit überrascht, indem sie Verantwortung und Kompetenz über die Veranlassung der Rodung auf Schweizer Gebiet an den deutschen Bund abgetreten hatte, so erteilte sie heute der Stadtgärtnerei den Auftrag zur Rodung. Da die deutsche Seite dem überraschend geäusserten Wunsch der Basler Seite, die Rodung erst nach der Abstimmung über die Wieseinitiative durchführen zu lassen, nicht entsprochen hat, ist die Rodung explizit für die nächsten Tage - das kann auch morgen früh sein - vorgesehen. Die Unsicherheit über den genauen Termin, den wir alle gerne wüssten, gehört zum Spiel dazu.

Wenn Ihr kommt, nehmt Fotoapparate und Kameras mit. Warme Kleidung und ggf. Styropor zum Ausstopfen der Hose sind geboten.

Die Mächtigen verhalten sich wie personifizierte Lippenbekenntnisse zum Umweltschutz. Die grotesken Szenen der jüngsten Zeit könnten den Titel "Fakten vs. Beton" tragen.

Von nun an laden wir jeden Morgen ab 7 Uhr zu einer Andacht an der Wiese ein, morgen früh mit Obertongesang.

Die Wieseinitiative bleibt ein hervorragender Weg, sowohl den Staatsvertrag zu erfüllen, als auch den Auenpark zu erhalten. Bitte geht Abstimmen, bitte sagt's weiter, bitte stimmt mit Ja! Auch wenn bis in einer Woche Bäume gefallen sein sollten, werden wir den Bau der Zollfreistrasse verhindern. Dazu brauchen wir ein gutes Abstimmungsergebnis.

Einige von Euch haben sich gestern und heute zu Recht gewundert über drei Nachrichten über unsere Alarmierungskanäle. Die Nervosität der Situation erhöht nun einmal die Wahrscheinlichkeit für dumme Missgeschicke, und die Auslösenden sind sich dessen bewusst, damit Irritationen geweckt und aufgrund der verbreiteten Inhalte Euer Vertrauen in die Diskretion des Systems gefährdet zu haben. Wir bitten, diese Pannen zu entschuldigen.

Bis morgen früh, mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.

Infomail Zollfreie Nr. 70
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 31. Januar 2006



Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,

wieder eine längere Infomail, daher wieder zu Beginn eine Übersicht:

1. Aktuelle Lage: Bundesgerichtsurteil, drohende Baumfällung,
2. Demonstration für Demokratie und Wieseinitiative 31.1.2006, 18Uhr, Marktplatz Basel,
3. Wachen, Camp und Baumschutz,
4. Luftschadstoffe lokal vor Ort,
5. Kunst an der Wiese, und
6. Termine, Verschiedenes.


Zu 1: Aktuelle Lage: Bundesgerichtsurteil, drohende Baumfällung

Heute wurde das Urteil des Schweizer Bundesgerichts über die Rechtmässigkeit der Rodungsbewilligung bekannt. Es fällt für den Auenpark, für uns und Euch negativ aus. Dieses Verfahren war nicht das letzte anhängige, aber die aufschiebende Wirkung besteht nun nicht mehr fort.

Zusammen mit der Auffassung der Basler Regierung, die sie vor einer Woche bekannt gemacht hatte, dass das Ergebnis der Wieseinitiative keinerlei Einfluss auf den Bau der Zollfreistrasse habe und daher gar nicht abgewartet werde, herrscht nun höchste Alarmstufe.

Mit einer Fällung muss nun jederzeit gerechnet werden.

Zu 2: Demonstration für Demokratie und Wieseinitiative 31.1.2006, 18Uhr, Marktplatz Basel

Wie angekündigt veranstalten Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), IG Auenpark und die in derselben zusammengeschlossenen Verbände und Parteien am heutigen Dienstag abend eine Grossdemonstration. Vor der Volksabstimmung dürfen keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden, das widerspricht unserem Demokratieverständnis. Gleichzeitig wird für ein Ja zur Initiative demonstriert, d.h. dafür, keine vollendeten Tatsachen zu schaffen, bevor nicht ein offizielles Arteninventar erstellt ist, und dafür, ggf. legal durch Bezug auf §22 Abs. 2 des Staatsvertrags über den Bau der Zollfreistrasse zwischen Deutschland und der Schweiz den Auenpark als Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten und als Naherholungsgebiet zu erhalten.

Bitte kommt zahlreich, es ist wichtig, Zeichen zu setzen! Bringt andere TeilnehmerInnen mit. Wir werden nicht zulange in der Kälte stehen und fassen uns kurz. Bringt Trommeln, Kerzen und Fackeln mit.

Zu 3: Wachen, Camp und Baumschutz

Wir alle machen unseren Widerstand nicht allein von Gerichtsurteilen ab und sind hochmotiviert. Wie schon vor 1,5 Jahren werden in dieser bedrohlichen Lage Wachen benötigt, die vor Sonnenaufgang an der Wiese mit ihrer Aufgabe beginnen. Bitte meldet Euch unter Angabe freier Zeiten bei .

Wie Ihr aus den Medien vielleicht inzwischen wisst, ist schon vor der Brutzeit wieder Leben in die Bäume eingekehrt. Danke für die Nahrungsspenden, die mittlerweile eingegangen sind.

Wir laden Euch alle ein, mit den BaumbewohnerInnen solidarisch zu sein und in Gestalt eines Selbstversorgercamps auf Privatgelände zu zelten. Auch vor zwei Jahren haben wir im Schnee begonnen.

Gestern haben wir wieder ein Gewaltfreitraining angeboten, um uns auf den Ernstfall vorzubereiten. Diejenigen, denen der Schutz des Auenparks an der Wiese eine Herzensangelegenheit ist und die im Falle eines Falles schnell vor Ort sein wollen, sollten sich ebenfalls bei melden oder sich bei registrieren lassen, am Besten unter Angabe einer Mobiltelefonnummer. Sie werden dann alarmiert. Bitte lest regelmässig Emails und legt Euer Mobiltelefon auch nachts in Reichweite.

Zu 4: Luftschadstoffe lokal vor Ort

In Lörrach haben sich Privatleute zusammengefunden, in Eigeninitiative seit August Stickstoffdioxid zu messen. Dies sei seit geraumer Zeit die erste Messung, und es sei die erste, die derartig feingranular in verschiedenen Wohnarealen Werte aufgezeichnet hat. Die ermittelten Zahlen seien anhand offizieller Zahlen aus Weil am Rhein validiert worden.

Stickoxide steigerten die Anfälligkeit für Husten, Allergien und Asthma. Wo Stickoxide seien, wirke Feinstaub, der ja z.Zt. wieder in aller Munde ist, stärker. Im Gegensatz zu Feinstaub liessen sich Stickoxide aber einfacher messen.

Die Ergebnisse zeigten auf, dass schon heute die EU-Richtwerte in der Wiesental- / Dammstrasse nahezu erreicht würden, also in unmittelbarer Nähe der geplanten Zollfreistrasse. Dies sei einerseits auf die hohe Verkehrsbelastung zurückzuführen, andererseits komme erschwerend der Tüllinger Hang ins Spiel, der dafür sorge, dass die Schadstoffe im Tal blieben. Die aktuelle Inversionswetterlage tue ein übriges.

Wer neue Strassen baue, könne zwar kurzfristig die Emissionen senken, er säe aber neuen Verkehr, so dass die Situation immer schlimmer werde. Die Anzahl an zugelassenen Autos werde zunehmen. Dies sei durch alle Studien belegt.

Daraus zogen die InitiatorInnen u.a. das Fazit, wir alle müssten zugunsten unserer eigenen Gesundheit endlich umdenken und der öffentliche Personennahverkehr müsse endlich ein stärkeres Gewicht bekommen. Darüber hinaus stärke Strassenbau dagegen auch soziale Verwerfungen, denn stark befahrene Strassen baue man eher in sozial unterprivilegierten Stadtteilen, die keine Lobby hätten.

Zu 5: Kunst an der Wiese

Ab Dienstagmittag wird an der Wiese eine Installation zum Thema "Die Natur - verraten und verkauft" zu sehen sein.

Zu 6: Termine, Verschiedenes

* Nächsten Samstag, 4. Februar 2006, findet wieder ein Zollfrei Z'Vieri ab 16 Uhr an der Wiese statt.
* Wie haben in diesen Tagen eine enorme Medienpräsenz. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit waren und sind wir diese Tage auf Telebasel, der Sonntagszeitung im Dreiland, der Badischen Zeitung, der Basellandschaftlichen Zeitung, der Basler Zeitung, 20 Minuten, dem Baslerstab, im Regionaljournal von SR-DRS und auf Nordwest 1 zu sehen bzw. zu lesen. Die Öffentlichkeit interessiert sich für uns und die Wieseinitiative.
* An der Wiese kann ein Zeichen gesetzt werden, dass wir alle nicht akzeptieren, dass versucht wird, mit Mitteln von gestern heutige^ Mobilitätsprobleme zu lösen. Ein solcher Versuch hat keine Zukunft. Dies hat mit der heutigen dramatischen Warnung Tony Blairs vor den Folgen des Klimawandels noch einmal an Aktualität gewonnen.

Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.

Infomail 89

Infomail Zollfreie Nr. 69
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 24. Januar 2006



Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,

nun hat sich das erste Camp an der Wiese und der Beginn von Martin
Vosselers Fasten gerade zum zweiten Mal gejährt. Am 12. Februar wird
sich ebenfalls zum zweiten Mal die Anrufung der gemischten Komission
durch Moritz Leuenberger jähren. Die heutige Infomail gestaltet sich in
Anbetracht der brennenden Lage länger als gewohnt, daher vorweg die
Gliederung.

1. Aktuelle Lage: Drohende Baumfällung
2. Wachen gesucht!
3. Demonstration für Demokratie und Wieseinitiative
    am Dienstag, 31. Januar, 18 Uhr, Marktplatz Basel
4. Zusätzliches Z'Vieri am Samstag, 28. Januar,
    16 Uhr an der Wiese
5. Gewaltfreitraining am Sonntag, 29. Januar, ab
    ca. 11 Uhr.
6. Wieseinitiative


Zu 1.: Aktuelle Lage: Drohende Baumfällung

Hatte die Basler Regierungsrätin Barbara Schneider schon vor einer
guten Woche öffentlich verlauten lassen, dass nicht das Ergebnis der
Abstimmung über die Wieseinitiative am 12. Februar abgewartet werde,
bevor Bäume gefällt würden, sondern nur das anhängige Urteil des
Schweizer Bundesgerichts in Lausanne (Badische Zeitung, 16. Januar
2006), so verkündete heute die gesamte Regierung folgenden Wortlaut:

"Sobald das Bundesgericht [...] einen entsprechenden Entscheid getroffen
hat, steht der Fällung der Bäume an der Wiese und damit dem Baubeginn
deswegen nichts mehr im Wege."
(<http://pages.unibas.ch/rr-bs/medmit/rrbs/2006/01/rrbs-20060124-005.html>)

Mit dem Lausanner Urteil muss jederzeit gerechnet werden. Ausgeschlossen
ist es keinesfalls, das das noch vor dem 12. Februar, dem Tag der
Abstimmung, passiert, es kann aber sogar noch im Januar erfolgen. Die
Lage brennt.

Lasst uns nicht vergessen, dass RoZ, IG Auenpark, das Unabhängige
Komitee und viele Einzelne bislang schon sehr viel erreicht haben: Die
Zollfreistrasse gibt es bis heute nicht, der Auenpark lebt. Wir wollen
den Auenpark erhalten und haben Erfahrung und Stärke darin, wie wir
diesem Ziel immer näher kommen.


Zu 2: Wachen gesucht!

Damit wir angemessen und zeitnah reagieren können, falls Fällmaschinen
immer näher rücken, werden ab sofort wieder Wachen eingesetzt und
gesucht. Bitte meldet Euch unter Angabe verfügbarer Zeitslots bei
<mailto:Cosmosmike@freesurf.ch>. Er wird Euch einteilen und Euch
Rückmeldung geben, wann Ihr dann im einzelnen gebraucht werdet.


Zu 3: Demonstration für Demokratie und Wieseinitiative
       am Dienstag, 31. Januar, 18 Uhr, Marktplatz Basel

RoZ und IG Auenpark haben eine Demonstration anberaumt. TeilnehmerInnen
mögen weitere TeilnehmerInnen, Trommeln, Kerzen und Fackeln mitbringen.
Angesichts der vorhergesagten Temperaturen versprechen wir eine kurze,
aber päegnante Demo.

Es ist uns allen sehr wichtig, möglichst viele Menschen zu
mobilisieren. Der Aufruf ist heute bei einem Medienanlass kommuniziert
worden.

Inhalte der Demonstration:
* Empörung über die Verlautbarung der Basler Regierung
   und ihr damit demonstriertes Demokratieverständnis,
   ggf. den 12. Februar nicht abzuwarten, sondern schon
   vorher Bäume zu fällen.
* Widerspruch zwischen der Regierungsaussage, die
   Wieseinitiative könne die Zollfreistrasse nicht
   verhindern, und ihrer Abstimmungsempfehlung - wenn
   die Initiative irrelevant wäre, bedürfte es gar
   keiner Empfehlung!
* Widerspruch zwischen Schutz der Wiese, den sowohl die
   Basler als auch die Lörracher Regierung wollen, und
   dem potentiellen Bau der Zollfreistrasse, d.h. Kritik
   am Naturschutzverständnis.
* Es gibt kein Arteninventar - eine Entscheidung über
   die Schutzwürdigkeit der Wieselandschaft kann also
   gar nicht vorgenommen werden.
* §22 Abs. 2 des Staatsvertrags über den Bau der
   Zollfreistrasse zwischen Deutschland und der Schweiz
   ermöglicht entgegen aller anderslautender Behauptungen
   eben doch, die Zollfreistrasse zu verhindern, wenn die
   Wieseinitiative angenommen wird. Dies wird auch von
   deutschen Juristen so gesehen.
* (Mangelnde) Machbarkeit unter geologischen und
   hydrologischen Gesichtspunkten.


Zu 4: Zusätzliches Z'Vieri am Samstag, 28. Januar,
       16 Uhr an der Wiese

Zusätzlich zum regulären Z'Vieri am 4. Februar veranstaltet die RoZ in
Anbetracht der Lage schon diesen Samstag ein Z'Vieri.


Zu 5: Gewaltfreitraining am Sonntag, 29. Januar, ab
       ca. 11 Uhr.

Wie schon vor 1,5 Jahren laden wir herzlich ein, an einem
Gewaltfreitraining in Lörrach mitzumachen. Wir treffen uns Sonntag um
11 Uhr am Bahnhof Lörrach für diejenigen, die vom Badischen Bahnhof
aus mit dem Zug anreisen (Badischer Bahnhof ab: 10.49 Uhr) oder um 10.45
Uhr an der Wiese für die VelofahrerInnen unter Euch, um dann gemeinsam
einen warmen Innenraum aufzusuchen. Die Veranstaltung wird am Nachmittag
enden.

Der grenzüberschreitende, jahrzehnte währende Widerstand für den
Erhalt des Auenparks verstand sich immer als gewaltfrei, versteht sich
so und wird sich auch weiterhin so verstehen. Deshalb drängen wir Euch
zur Teilnahme an dieser Veranstaltung - die darüber hinaus auch Spass
machen wird.


Zu 6: Wieseinitiative

Die RoZ empfiehlt, am 12. Februar mit Ja zu stimmen. Bitte bewegt
möglichst viele Stimmberechtigte - Verwandte, KollegInnen, Nachbarn,
FreundInnen etc. - persönlich dazu, abstimmen zu gehen und mit "ja" zu
stimmen. Etwaig noch benötigtes Prospektmaterial gibt's in
elekronischer Form hier:
<http://www.wiese-initiative.ch/werbematerial.html>.

Öffentliche Äusserungen via LeserInnenbrief zu Themen wie Feinstaub,
Klimaprobleme, Verschwinden von Grünflächen in Basel, Lörrach und
Weil am Rhein und nicht zuletzt zur Wieseinitiative sind sehr willkommen.

IG Auenpark resp. das Initiativkomitee sind nicht mehr alleine.
Unterstützung haben wir seit dem 10. Januar durch das Unabhängige
Komitee "Ja zur Wiese-Initiative" erhalten. Dieses teilte seinerzeit mit:

"Dem Komitee gehören prominente Persönlichkeiten aus Wissenschaft,
Recht, Kunst und anderen Kreisen an. Unter den ErstunterzeichnerInnen
finden sich etwa eine alt Bundesrichterin, Basels Münsterbaumeister
Peter Burckhardt, Robert Schiess als Obmann des Basler Heimatschutzes,
die Bildhauerin Bettina Eichin und der Historiker Georg Kreis.
Präsident des Komitees ist der Kardiologe Prof. Dr. Andreas Hoffmann."

Kein Befürwortender der Zollfreien hat auch nur ein einziges Argument
der Wieseinitiative sachlich entkräften können. Selbst das
"überparteiliche Komitee 'Nein zur Wiese-Initiative'" ist sich "nicht
klar, ob überhaupt geschützte Tier- und Pflanzenarten vom Bau der
Zollfreistrasse betroffen sind"
(Lukas Engelberger laut <http://www.onlinereports.ch/>).

Die Wieseinitiative fordert, eben diese Unklarheit offiziell klären zu
lassen.

Wir verlassen uns darauf, dass Ihr regelmässig Eure Emails prüft, denn
es kann ja nun jederzeit sehr spannend werden.

Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.

Infomail Zollfreie Nr. 68
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 4. Januar 2006



Liebe Auenpark-FreundInnen

Nächsten Samstag, 7. Januar 2006 findet das erste Zollfrei Z'vieri im neuen Jahr statt. Die Abstimmung über die Wiese-Initiative steht schon bald bevor. Ca. nächsten Mittwoch, 11. Januar, erhalten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Abstimmungsunterlagen in den Briefkasten. Am Z'vieri werden Plakate usw. erhältlich sein. Bitte klebt nicht wild Plakate an Bäume oder Hauswände. Das ist illegal und wirkt bei vielen Leuten eher kontraproduktiv. An Privathäusern, in Vorgärten, an privaten Garagentoren, Schaufenstern etc. ist's natürlich ok.

Ebenfalls werden Eisvögel aus Stahlblech zum Verkauf stehen. Ab ca. 8. Januar werden etwa 100 Eisvögel auf verschiedenen Geländern am Rheinufer und in der Stadt für die Wiese-initiative werben. Es stehen 70 Stück zum Verkauf: 1 Vogel kostet Fr. 25.--, 2 kosten Fr. 45.-- und 5 Fr. 100.-- Jeder Vogel ist ca. 30 cm hoch, aus Stahlblech und nicht rostfrei. Soll der Rostprozess verlangsamt werden, kann das Blech eingeölt werden, soll er beschleunigt werden, muss es entfettet werden. Der Vogel wird mithilfe des mitgelieferten Kabelbinders mit einem Handgriff an ein Geländer, eine waagrechte Stange oder ein Velokörbli montiert.

Wie schon angekündigt, finden an den Samstagen des 7.1., 14.1. und 4.2. Standaktionen auf dem Rümelinplatz statt (Riehen ist jeden Samstag durch die Grüne Partei abgedeckt). Im Anhang findet Ihr einen Anmeldetalon, den Ihr bitte sofort und umgehend ausfüllen und zurücksenden wollt. Ich brauche diese Rückmeldungen als Anhaltpunkt dafür, wieviele Leute wir etwa sind und wie viel Material ich herbeischaffen muss. Wenn wir (zu) viele sind, macht das nichts, dann schwärmen wir einfach spontan auf andere Plätze wie den Markt-, den Barfüsser- oder den Claraplatz aus und verteilen dort Prospekte. Das Veteilen von Abstimmungsmaterial ist nicht bewilligungspflichtig! Das Materialdepot ist am Rümelinsplatz. Wer im eigenen Quartier vor Läden oder so verteilen will, kann das Material am Samstag-Morgen am Rümelinsplatz oder am Donnerstag-Abend bei mir am Rümelinbachweg (beim Eschenmoser Nähe Heuwaage) abholen. Bitte vorher telefonieren (061 281 70 01). Genauere Infos gibt es auch am Z'vieri.

LeserInnen-Briefe: Bitte schreibt LeserInnen-Briefe an die Zeitungen (leserbrief@baz.ch, info@bz-online.ch, redaktion@riehener-zeitung.ch). Denkt dabei daran, dass wir auf ein JA zur "Wiese-Initiative" aus sind und den Leuten nicht ein Nein zur Zollfreistrasse einsuggerieren dürfen. Das Fazit muss ein JA sein. Also positiv für den Schutz der Natur- und Erholungslandschaft an der Wiese argumentieren (was dem Initiativtext entspricht)! Die Informationen dazu könnt Ihr unserer Webseite www.wiese-initiative.ch entnehmen.

Vielen Dank für Eure Mithilfe. Ein JA am 12. Februar wäre ein tolles Signal für die Wiesenauen!

Sonnige Grüsse

Mirjam Ballmer

Infomail Zollfreie Nr. 67
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 10. November 2005



Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,

gestern hat der Basler Regierungsrat den Termin der Abstimmung über die "Wiese-Initiative" festgelegt. Am 12. Februar 2006 können die Stimmberechtigten in Basel-Stadt darüber abstimmen, ob sie das Gebiet entlang der Wiese unter besonderen Schutz gestellt sehen wollen. Auch auf deutscher Seite ist absehbar, dass der Tüllinger Berg wegen seiner einzigartigen Vogelwelt unter den Schutz des europäischen Konzepts "Natura 2000" gestellt wird. Umso widersprüchlicher agiert die Politik, die mit Mitteln von gestern heutige Mobilitäts- und Umweltprobleme nicht zukunftsfähig wird lösen können.

Die langen Jahre, die Regio ohne Zollfreistrasse diese Zollfreistrasse schon verhindern konnte, die Rekordzeit, in der vor einem halben Jahr die für die Initiative nötigen Unterschriften und nocht viele mehr gesammelt werden konnten, und der vergleichsweise kurze Zeithorizont, bis die Rodungsbewilligung erneut verfällt, machen grosse Hoffnung, die Abstimmung zu gewinnen und damit ein deutliches Zeichen für den Erhalt des Naherholungsgebiets an der Wiese zu setzen. Dennoch bitten Regio ohne Zollfreistrasse, IG Auenpark am Schlipf und alle in ihr vertretenen Verbände und Parteien im Vorfeld der Abstimmung um Unterstützung, sei sie personell bei Infoständen oder zu anderen Anlässen, sei sie finanziell.

Dienstag, 15. November, führt der VCD Lörrach im Alten Wasserwerk am Berliner Platz Lörrach eine öffentliche Veranstaltung zur aktuellen Situation bei der Umsetzung der EU-Luftqualitaetsrahmenrichtlinie auf lokaler Ebene durch. Dr. Marianne Hazenkamp-von Arx konnte als Referentin gewonnen werden. Die Auswirkungen der Zunahme des motorisierten Verkehrs auf die Luftqualität werden gerade auch unter Berücksichtigung lokaler Verhältnisse diskutiert werden.

Am 23.11. veranstaltet die Katholische Akademie Freiburg i. Br. einen Vortrag "Bildstörung. Industriearchitektur und Landschaftsästhethik", in dessen Ausschreibung explizit kritisch auf die Zollfreistrasse bezug genommen wird:
http://akademie.erzbistum-freiburg.de/index.php/68/0/?&function=1&detail=167.

Mit sonnigen Grüssen,

Philipp Bachmann.

Infomail Zollfreie Nr. 66
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 30. September 2005



Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,

insbesondere deutsche Kreis- und StadtpolitikerInnen machen sich nach den Presseveröffentlichungen der letzten Wochen Hoffnungen auf einen baldigen Baubeginn der Zollfreistrasse. Der vielleicht entstandene Eindruck, dieser sei nun unausweichliches Schicksal, täuscht aber.

Juristisch ist noch nicht das letzte Wort gesprochen worden, die Wiese-Initiative ist anhängig, und Regio ohne Zollfreistrasse macht ihren gewaltfreien Widerstand füer den Erhalt von Natur, Lebensraum und Naherholungsgebiet an der Wiese nicht allein von Gerichtsurteilen abhängig.

Nach übereinstimmender, grenzüberschreitender Auffassung von Regio ohne Zollfreistrasse und IG Auenpark am Schlipf ist die Zollfreistrasse anachronistisch, überflüssig geworden durch den Bau der Autobahn A98 und schadet nach heutigen Massstäben mehr als sie nüetzt. Schon heute fühlen sich die BewohnerInnen von Lörrach-Hauingen durch den Verkehr auf der B317 belastet, was auch von Ortsvorsteher Günter Schlecht (SPD) anerkannt wird (Badische Zeitung, 29. September 2005) - dieser würde gewiss noch zunehmen, sollte die Vision der Verbindung von Weil am Rhein über den Feldberg in den Hochschwarzwald Wirklichkeit werden.

Wir verfolgen den Weg der kleinen russisch-orthodoxen Kapelle aus der Lausitz, die an der Wiese stand, mit Interesse weiter:

http://www.suedumfahrungnein.ch/gripsstattbeton/wanderkapelle.php

Letztes Wochenende hat die Thurgauer Bevölkerung mit 56,5% Mehrheit gegen die Südumfahrung Kreuzlingen gestimmt, in deren Zusammenhang die Kapelle von der Wiese nach Kreuzlingen weitergewandert war.

Das nächste Z'vieri findet am Samstag, 5. November an der Wiese statt.

Mit sonnigen Grüssen,

Philipp

Infomail Zollfreie Nr. 60
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 20. Mai 2005



Liebe FreundInnen des Auenparks,

als Nachtrag zur letzten Infomail kann das Kapellen-Team Euch nun die genauen Daten liefern, an denen Ralf Roehr, der Bildhauer, dem wir und andere die Holzkapelle verdanken, in die Geschichte seines Werkes einfuehren wird:

Freitag, 3. Juni 2005, 20 Uhr: Loerrach, Alte Feuerwache
Samstag, 4. Juni 2005, 20 Uhr: Riehen, Landgasthof, Buergerkeller

Wie schon angekuendigt, wird er auch beim naechsten Z'Vieri am 4. Juni anwesend sein.

Damit haben wir nun schon folgendes Programm:

  • Sonntag, 22. Mai, 16 Uhr: Mitbring-Andacht. JedeR bringe einen kleinen (wirklich! denn die Kapelle ist klein) Gegenstand mit, der ihm etwas bedeutet. Dieser wird anschliessend in der Kapelle verbleiben, um sie zu schmuecken.
  • Sonntag, 29. Mai, 16 Uhr: Brigitte Jaeger laedt ein zu einer Andacht im Kerzenlicht.
  • Freitag, 3. Juni, 20 Uhr: Ralf Roehr spricht in Loerrach, Alte Feuerwache
  • Samstag, 4. Juni, 16 Uhr: Z'Vieri
  • Samstag, 4. Juni, 20 Uhr: Ralf Roehr spricht in Riehen, Landgasthof, Buergerkeller

Die Kapelle soll ja insgesamt ca. zwei Monate lang an der Wiese stehen, und wir sind immer noch offen fuer Eure Programmbeitraege. Rueckmeldungen nehme ich gerne entgegen, um sie zu koordinieren.

Mit sonnigen Gruessen, Philipp.

Infomail Zollfreie Nr. 59
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 18. Mai 2005



Liebe FreundInnen des Auenparks,

seit gut einer Woche steht sie nun schon an der Wiese, die kleine Holzkapelle aus der Lausitz. Viele von Euch wohnten am Morgen des Pfingstsamstags der Einweihung durch die Pfarrer Martin Abraham und Dr. Georg Vischer bei, davon konnte man gestern beiderseits der Grenze ja schon in der Zeitung lesen, Telebasel berichtete, und heute wurden erste Reaktionen von LeserInnen publiziert.

Wie schon angekuendigt wird uns der Kuenstler Ralf Roehr besuchen, dessen Werk nun an der Wiese steht. Er wird beim naechsten Z'Vieri am 4. Juni zugegen sein und dann auch sowohl in der Alten Feuerwache in der Loerracher Stadtmitte (beim Burghof und bei der Stadtkirche / Matthaeusgemeinde) als auch im Landgasthof Riehen in die Geschichte der Kapelle einfuehren. Die genauen Termine werdet Ihr noch erfahren.

Samstag ist die Idee entstanden, die Kapelle zu beleben. Wenn Ihr moegt, seit Ihr dazu eingeladen, dort in kleinem Rahmen Veranstaltungen anzubieten. Dies muss nichts Grosses sein. Damit es kein Terminchaos gibt und damit ich Eure Angebote ueber diesen Verteiler verbreiten kann, teilt mir bitte mit, wann Ihr was uebernehmen koenntet.

Vorschlaege: Bildermalen mit Kindern, Picknick, Tanz ... Es muss wirklich keine Praesentation und kein Konzert sein, was Euch aber nicht davon abhalten soll. Dauer: Vielleicht 20 min.

Wir suchen auch Blumenschmuck und Leute, die Passanten informieren ueber Sinn und Zweck der Kapelle - gerade an Pfingsten war der Ort gut frequentiert.

Wir haben schon folgendes Programm:

  • Sonntag, 22. Mai, 16 Uhr: Mitbring-Andacht. JedeR bringe einen kleinen (wirklich! denn die Kapelle ist klein) Gegenstand mit, der ihm etwas bedeutet. Dieser wird anschliessend in der Kapelle verbleiben, um sie zu schmuecken.
  • Sonntag, 29. Mai, 16 Uhr: Brigitte Jaeger laedt ein zu einer Andacht im Kerzenlicht.

Mit sonnigen Gruessen,
Philipp.


p.s.: Das vollständige Protokoll der ausserordentlichen Sitzung des Grossen Rates des Kantons Basel-Stadt vom 12. März zur Zollfreien Strasse ist auf deren Homepage unter http://www.grosserrat.bs.ch/geschaefte_dokumente/_/protokolle/gr-protokoll_2005-03-12.pdf abrufbar. Darin finden sich auch die vertagten Antworten auf die gestellten Fragen.

Infomail Zollfreie Nr. 58
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 9. Mai 2005



Liebe FreundInnen des Auenparks,

seit heute morgen steht an der Wiese eine Kapelle, wo letztes Jahr gezeltet worden war. Wir laden Euch alle ein, sie am Pfingstsamstag, 14. Mai 2005, um 11 Uhr morgens einzuweihen. Fuer diese Feier haben wir die Pfarrer Martin Abraham aus Loerrach und Dr. Georg Vischer aus Basel gewinnen koennen. Sie wird von einem Gospelchor begleitet werden.

Bei dem Gotteshaus, das fuer etwa zwei Monate an der Wiese stehen wird, handelt es sich um den Nachbau der kleinsten, russisch-orthodoxen Kapelle Russlands. Das Vorbild ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Der Kuenstler Ralf Roehr hat sie 2003 angefertigt, um der gewaltsamen Zerstoerung von Lebensraum, Kultur und Umwelt durch den Braunkohletagebau in der Lausitz etwas entgegenzusetzen. Die Lausitz liegt im Suedosten Brandenburgs und ist Heimat der Sorben. Die Badische Zeitung berichtete am Montag, 21. März 2005, ueber eine weitere Lausitzer Gemeinde in einer aehnlichen Situation. Nun ist aus dieser Kapelle eine Wanderkapelle geworden, mittels derer Regionen, in denen die Schoepfung bedroht ist, einander Solidaritaet erweisen, einen Ort zur Besinnung schaffen und ein Zeichen setzen wollen.

Ende Mai oder Anfang Juni wird uns der Bildhauer Roehr besuchen und sein Werk und dessen Geschichte persoenlich vorstellen. Wir werden Euch allen dazu noch eine separate Einladung zukommen lassen.

Naehere Informationen zur Kapelle koennen unter der URL http://www.lacoma.de/archiv/1103kapelle.html nachgelesen und angeschaut werden.

Wir freuen uns auf Euer Kommen.

Mit sonnigen Gruessen,
Philipp.

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Lage und Anfahrt

Lage des Zollfrei-Zvieris, 800×600

Anreise: Mit dem BVB Tram Nummer 6 ab Basler Innerstadt in Richtung "Riehen Grenze". Aussteigen an der Tramstation "Weilstrasse", dann im rechten Winkel zur Tramlinie nach links die Weilstrasse entlang gehen bis an das Flüsschen und dort VOR der Brücke rechts auf den Veloweg. Dann alles gerade aus gehen bis wenige Meter vor die deutsche Grenze.