Die Homepage zur Erhaltung der letzten Auenlandschaft in der Region Basel
RoZ.Auenpark.ch
Regio ohne Zollfreistrasse gewaltfreier Widerstand seit 1977
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Die Zollfrei-Z'Vieris finden bis auf weiteres jeden Samstag ab 16Uhr
an der Wiese statt
Web-Forum
Das Forum musste leider am 13. Januar 2007 geschlossen werden, da der Webmaster, seit kurzem, mit Spam-Mails überschwemmt worden ist. - Sorry!
Infomail Zollfreie
Nr. 83
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 19. Juli 2006
Liebe FreundInnen des untergehenden Auenparks an der Wiese,
diese Infomail enthält drei Gliederungspunkte:
1. Zur Lage
2. Adi in Russland inhaftiert
3. Weitere Termine
Zu 1. Zur Lage
Das grosse Wunder ist nicht eingetreten. Die politisch Verantwortlichen
haben weniger Flexibilität bewiesen als erhofft. Sie schlugen private
Spenden in Höhe von aktuell 7 Mio CHF und voraussichtlich noch 3 Mio
mehr aus und unterliessen, die Maschinerie zu stoppen. Verschalungen
für den Brückenbau über die Wiese liegen inzwischen bereit, und Beton
wird ausgegossen.
Viele ungezählte kleine Wunder haben sich in den letzten Jahrzehnten
ereignet, für die wir alle dankbar sind. Am denkwürdigen Tag von
Räumung und Rodung riskierten viele eine Strafe dafür, das Richtige
getan zu haben; Adi und Michael werden noch immer verfolgt. Viele gute
Freundschaften sind entstanden, die die Zeit aktiven, gemeinsamen
Widerstands überdauern werden. Wir danken dem langen Atem vieler, die
sich jahrzehntelang für den Erhalt des Auenparks eingesetzt haben.
Viele untermauerten mit ihrem persönlichen Lebensstil die Echtheit
unseres Einsatzes für andere Formen von Mobilität. Wir danken den
PolitikerInnen, die für unser aller Anliegen ihr Gewicht und ihre
Popularität in die Waagschale geworfen haben, z.T. auch gegen die
Mehrheitsmeinung in ihren Fraktionen oder Parteien. Ohne die diversen
Organisationen, die uns logistisch, personell und finanziell zur Seite
standen, wären wir nicht so weit gekommen. Unser Dank schliesst
Menschen ein aus Basel-Stadt, die mehrheitlich für den besseren Schutz
des Auenparks gestimmt hatten, und aus Lörrach, die - aus einer
Minderheitenposition heraus - grenzüberschreitend die Wiese erhalten
und nicht erst zerstören wollten, um sie anschliessend wieder
renaturieren zu können. In guter Erinnerung bleiben sicher auch die
vielen künstlerischen Beiträge in der Landschaft und vor Ort bei den
Zeltcamps. Ohne das grosse Interesse der Medien hätten wir unser
Anliegen nicht derart umfassend in der Öffentlichkeit zum Thema machen
können. Der juristische Einsatz gegen die Rodung am Schlipf verschaffte
der Landschaft und uns eine Verschnaufpause. Auch für diverse Gutachten
sind wir JuristInnen auf beiden Seiten der Grenze dankbar. Unzählige
Einzelpersonen standen uns mit Zeit-, Geld-, Ideen- und Gedankenspenden
hilfreich zur Seite. Einige machten den Auenpark monatelang zu ihrem
persönlichen zentralen Lebensinhalt und -mittelpunkt. Last but not
least fastete Martin selbstlos für die gute Sache, setzte sich damit
auch der Kritik aus, ermöglichte dadurch aber viele Dinge erst.
Mit Darryl Hannah, u.a. bekannt als Elle Driver aus Quentin Tarantinos
Kill Bill I, trat vor kurzem übrigens eine Schauspielerin in die
Fussstapfen von Michael und Adi und harrte mehrere Tage lang auf einem
kalifornischen Baum aus.
Zu 2. Adi in Russland inhaftiert
Adi hatte sich im Juni zusammen mit zwei deutschen Studierenden mit dem
Fahrrad von Berlin nach St. Petersburg aufgemacht und wurde am Ziel noch
vor Beginn des G8-Gipfels zusammen mit seinen Mitradlern verhaftet.
Allen und noch hunderten weiteren Inhaftierten wird Urinieren in der
Öffentlichkeit vorgeworfen - ein in dieser Pauschalität offensichtlich
fadenscheiniger Vorwurf, zumal Adi dabei nicht auf frischer Tat ertappt
worden sein kann, denn er wurde früh morgens aus einer Wohnung
abgeführt. Auf dieses Delikt steht in Russland nicht etwa eine
Geldstrafe, sondern stehen ca. zehn Tage Haft. Die Versammlungsfreiheit
wird dadurch eingeschränkt, dass diejenigen, von denen erwartet wird,
dass sie sich gegebenenfalls in der Zukunft versammeln, prophylaktisch
eingesperrt werden. "Deutsche Regierungskreise hatten die Verhaftung
[...] vor Beginn des G8-Gipfels als 'sehr ärgerlich' bezeichnet und
darauf hingewiesen, dass derartige Fälle das von Putin gezeichnete Bild
Russlands als ein für Kritik offenes Land belasten."
(
http://www.aktuell.ru/russland/news/verhaftete_deutsche_g8_gegner_wieder_freigelassen_15106.html)
Adi wird in Haft kein direkter Kontakt zu seiner Familie gewährt.
Im Gegensatz zu Adi kamen seine beiden Mithäftlinge inzwischen frei.
Wer Adi unterstützen möchte, kann sich an die Russische Botschaft -
Ambassade Russie, Federation, Chancellerie: Brunnadernrain 37, CH-3006
Bern, case postale, CH-3000 Bern 15, Tel +41 31 352 05 66 et +41 31 352
64 65, Fax +41 31 352 55 95 wenden.
Zu 3. Weitere Termine
- Sr. Demas, vielen von Euch von den Z'Vieris und von Räumung und
Rodung bekannt, wird Basel verlassen und lädt daher am Samstag,
22. Juli ab 13 Uhr zu einem Abschieds-Hock ein. Bei schönem Wetter
findet dieser an der grünen Grenze an der Wiese statt, sonst in
der Schule für allg. Krankenpflege, Lukas-Legrand-Str. 4, Basel.
- Die Zollfrei-Z'Vieris finden, Tamara sei Dank, bis aus weiteres
wöchentlich statt, damit wir uns nicht aus den Augen verlieren.
- Die interreligiösen Meditationen in der Leonhardkirche finden bis
auf weiteres wöchentlich sonntags ab 8Uhr, dienstags ab 18Uhr und
freitags ab 12Uhr für die Dauer von jeweils ca. einer Stunde statt.
Bis irgendwann einmal wieder,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 82
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 7. Juni 2006
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
fast zeitgleich mit der Errichtung der Behelfsbrücke über die Wiese
schlugen gestern BefürworterInnen des Erhalts des Auenparks an der
Wiese unorthodox eine stark fundierte Brücke zu den BefürworterInnen
der Zollfreistrasse.
Diese Infomail enthält Information zu
1. "Gemeinsam pro Wiese-Tunnel" und
2. Veranstaltung am 17. Juni, 15 Uhr
Zu 1. "Gemeinsam pro Wiese-Tunnel":
Angesichts der schweren Einsicht, dass die Chancen, die Zollfreistrasse
zu verhindern, spätestens seit der Räumung und Rodung drastisch
schwanden, aber auch angesichts des dokumentierten Mehrheitswillens der
Baselstädtischen Bevölkerung, den Auenpark schützen zu wollen,
habe sich das Komitee "Gemeinsam pro Wiese-Tunnel" gegründet, das sich
für die Realisierung der Strasse als bergmännisch gebautem Tunnel von
Grenze zu Grenze einsetze und damit einen Kompromiss anstrebe, der
sowohl die GegenerInnen der Zerstörung des Auenparks als auch die
BefürworterInnen der Zollfreistrasse zu GewinnerInnen mache.
Kompromisse seien für viele ihrer TrägerInnen schmerzlich, in diesem
Fall gehe es aber darum, dass die einzige realistische Alternative zum
Tunnel der teils überirdische Bau der Strasse wäre - die Strasse ganz
zu verhindern, schiene unmöglich.
Das Komitee handelt in letzter Minute, aber dafür mit voller Kraft
voraus. Bevor es gestern erstmals an die Öffentlichkeit trat, wurden
monatelang hinter ungewöhnlich verschlossenen Türen Gespräche mit
Lokal-, Regional- und BundespolitikerInnen auf deutscher und
schweizerischer Seite geführt. Das Komitee kümmert sich aktiv um die
Finanzierung der Mehrkosten der Tunnelvariante und konnte gestern schon
Privatspenden in Höhe von 4 Mio CHF und eine Spendenzusage von 2 Mio
CHF mitteilen. Es rechnet ferner mit einem wesentlichen Beitrag durch
den Kanton, der die Tunnelvariante samt namhafter Beteiligung an den
Mehrkosten vor gut einem Jahr bereits als Angebot Deutschland
unterbreitet hatte (siehe Infomail Zollfreie Nr. 57). Das Komitee rief
zu weiteren Privatspenden für die Tunnelvariante auf.
Das Komitee setzt sich nicht nur einfach für eine alte Idee ein,
sondern bewirbt das Gesamtprojekt "Phoenix", das aus verschiedenen
Gründen reizvoll ist:
* Erhalt des Grünstreifens Tüllinger Berg - Lange Erlen
* Beendigung der jahrzehntelangen GegnerInnenschaft zwischen
Fürsprechenden der Zollfreistrasse und Fürsprechenden des
Auenparks.
* Die Trägerschaft ist viel breiter aufgestellt als diejenige
der bisherigen Akteure.
* Die Mehrkosten eines Tunnels führen nicht zu Mehrausgaben
Deutschlands.
* Ein bergmännisch vorgetriebener Tunnel behebt Sorgen um
Trinkwasser und Hangrutsch und verhindert etwaige Verzögerungen
durch noch nicht abgeschlossene Enteignungsverfahren.
* Die Tunnellösung führt nicht zu einer nennenswerten Verzögerung
der Eröffnung der Zollfreistrasse.
* Das Komitee konnte glaubhaft versichern, dass es sich um einen
ernsthaften Kompromiss handelt, nicht etwa um einen weiteren
Versuch, nach neuen Wegen der blossen Verzögerung zu suchen.
Die positiven Rückmeldungen auf diese Initiative aus diversen
politischen Kreisen können der Presse entnommen werden.
Die Realisierung der Zollfreistrasse als Tunnel führe dazu, dass "auf
Generationen hinaus kein Schandmal, sondern ein Denkmal regionaler
Kooperation und Verständigung entsteht", wie das Komitee schrieb.
Zu 2. Veranstaltung am 17. Juni, 15 Uhr:
Am 17. Juni wird Barbara Kümel ab 15 Uhr einladen zu einem
Seidenmarionettenspiel des irischen Elfenmärchens "Fingerhütchen". Es
findet vor dem Z'Vieri an der Wiese statt.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 81
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 2. Mai
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
wie am 15. März bereits mitgeteilt werden wir pünktlich drei Monate
nach der Räumung des Auenparks am 6. Februar am Samstag, 6. Mai 2006,
nach dem Z'Vieri ein Treffen für alle veranstalten, deren Personalien
seinerzeit polizeilich erfasst worden sind. Wir bieten an, über die
Vorgänge zu reden, gemeinsam Photos auszutauschen und das weitere
Vorgehen bei Eingang etwaiger Strafbefehle zu koordinieren.
Dazu wird es ab etwa 17.30Uhr im Landgasthof Riehen Gelegenheit geben
(direkt an der Tramhaltestelle Riehen Dorf gelegen und vom Z'Vieri aus
auch gut zu Fuss erreichbar).
Weitere Termine:
* Barbara Kümel, baumkundige Künstlerin, lädt am Samstag, 6. Mai
2006, zur Wanderung "Bäume erkennen und erleben" entlang der Wiese ein.
Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Tramstation Eglisee. Die Wanderung
wird gegen 16 Uhr am Z'Vieri enden. Unkostenbeitrag CHF 12 (Erwachsene)
und CHF 7 (Kinder). Für RoZlerInnen wird die Teilnahme kostenfrei sein.
Bitte meldet Euch an bei +41765102828 oder mailto:bkuemel@gmx.ch.
* Die Zollfrei-Z'Vieris finden bis auf weiteres jeden Samstag ab 16Uhr
an der Wiese statt.
* Entgegen den Angaben in der letzten Infomail finden auch weiterhin
interreligiöse Meditationen in der Krypta der Leonhardskirche statt,
und zwar an folgenden Tagen und zu folgenden Zeiten: Jeden Sonntag von 8
bis 9 Uhr, jeden Dienstag jeweils von 18 bis 19 Uhr und jeden Freitag
jeweils von 12 bis 13 Uhr.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 80
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 16. April
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
Barbara Kümel, baumkundige Künstlerin, und Luitgard Bohn-Tshiang,
Naturpädagogin, laden Euch für Dienstag, 25. April 2006, zum
Internationalen Tag des Baumes an die Wiese ein ("Andere Feiertage
stehen für das Vergangene - der Tag des Baumes steht für die Zukunft."
- Julius Sterling Morton, der diesen Tag eingeführt hat). Das
Programm steht unter dem Motto "Baum heilt Mensch heilt Baum" und ist
voraussichtlich wie folgt:
10 Uhr: Eröffnung am Primel-Regenbogen an der Wiese
11 Uhr: Baumkunde
14 Uhr: Kasperle-Theater
15 Uhr: Baumkunde
durchgängig: Singen, Malen, Tanzen, Kuchen, Tee, Most.
Barbara und Luitgard suchen noch händeringend nach Helfenden und freuen
sich über Kuchenspenden. Bitte meldet Euch bei +41613311829 oder
bkuemel@gmx.ch. Barbara freut sich auch über Besuch in ihrem
Atelier im Gundeldinger Feld, Halle 1, etwa zum Puppenspiel am Sonntag,
23.April, oder zur Märchenstunde am Montag, 24. April.
Am 9. Februar hatte ich Euch darüber informiert, dass diejenigen von
Euch, die Hab und Gut bei der Räumung des Wiesegeländes zurücklassen
mussten, es bitte bei Urs Rinklin am Schlipf bis Fastnacht abholen
mögen. Urs lagert immer noch Dinge von Euch ein - bitte meldet Euch
rasch bei ihm, sonst werden sie einem guten Zweck zugeführt.
Weitere Termine:
- Die Meditationen in der Leonhardskirche finden nur noch bis Ostern
statt.
- 22. April 2006, 20 Uhr: Martin Vosseler: "Wundermythen in einer
Wendezeit", Kulturwerkstatt Dreiländereck
http://www.kulturwerkstatt-dreilaendereck.de/,
Riesstrasse 4, Lörrach (beim Senigalliaplatz unweit des
"Haupt"-Bahnhofs). Eintritt in freiwilliger Höhe.
- 25./26. April 2006 am Claraplatz, Basel: Mahnwache
20 Jahre Tschernobyl, veranstaltet von PSR/IPPNW Schweiz (ÄrztInnen
für Soziale Verantwortung / gegen den Atomkrieg). Mit dem AKW
Fessenheim in der nächsten Nähe hat die Erinnerung an Tschernobyl
auch hier bei uns ganz konkrete Bedeutung. Es finden ferner Konzerte,
eine Podiumsveranstaltung und ein Marsch nach Kaiseraugst statt.
Weitere Informationen: http://www.tschernobyl-mahnwache.ch.vu/.
- 13. Mai 2006, 10.15 bis 16.30Uhr: Forum: Austausch und Vernetzung
verkehrspolitischer Gruppen von umverkehR http://www.umverkehr.ch/.
Forum für Zeitfragen, Leonhardskirchplatz 11, Basel
(10 Minuten vom Bahnhof SBB, Tram 8 oder 11 bis zum Barfüsser und
von dort zu Fuss).
U.A. wird Martin Vosseler über die Erfahrungen mit der
Zollfreistrasse referieren. Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte meldet
Euch bis zum 8. Mai bei mailto:umverkehr@umverkehr.ch oder
+41442427276 an.
Frohe Ostern,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 79
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 16. März 2006
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
diese Email ist wieder etwas länger und besteht aus drei Abschnitten:
1. Aufruf zur Kundgebung am Samstag, 25. März, ab 16Uhr an der Wiese
2. Die Zollfreistrasse hat den Deutschen Bundestag erreicht
3. Weitere Termine
Zu 1. Aufruf zur Kundgebung am Samstag, 25. März, ab 16Uhr an der Wiese
"warum bleibt die Zollfreistrasse auf der Strecke?" - unser seit langer
Zeit mit verschiedenen Mitteln geführter grenzüberschreitender und
gewaltfreier Einsatz für den Erhalt des Naherholungsgebiets an der
Wiese hat seine Argumente nicht eingebüsst.
Wir rufen Euch alle dazu auf, einen Tag vor den Landtagswahlen in
Baden-Württemberg am Samstag, 25. März 2006 ab 16Uhr an der Wiese in
unmittelbarer Nähe der deutsch-schweizerischen Grenze zu einer
spektakulären Kundgebung zusammenzukommen. Dort werden wir einmal mehr
demonstrieren,
* dass die Mehrheit im Kanton Basel-Stadt die Zollfreie nicht will,
* dass der Bau der Zollfreien gegen das Europäische Artenschutzabkommen
verstösst,
* dass die Strasse wegen der Feinstaubbelastung ohnehin gesperrt werden
würde,
* dass der Schlipf die Strasse zuschütten würde und
* dass wir unsere Zukunft selbst gestalten werden, nicht PolitikerInnen
der 70er Jahre.
Wir erwarten hohen Überraschungsbesuch.
Durchgangsstrassen durch Wohn- und Naherholungsgebiete werden plötzlich
Umgehungsstrassen genannt, Bundesstrassen mit Schwerverkehr nennt man
plötzlich Verbindungsstrassen, Mehrheiten ignoriert die Macht
plötzlich. Daher ist es an der Zeit, zusammenzukommen. Wir werden der
Öffentlichkeit zeigen, dass wir die Wieseinitiative erfüllt sehen
wollen, und eindringlich warnen vor Lärm und anderen Folgen des
Schwerverkehrs, der sich über die Trasse ergiessen würde.
Wir drängen Euch dazu, zu kommen, und wünschen uns von Euch, dass Ihr
Eure Häupter grün bedeckt.
Wir stellen Euch Werbematerialien für die Kundgebung zur Verfügung.
Bitte meldet Euch, wenn Ihr helfen wollt zu plakatieren. Das Plakat
werden wir auch über die RoZ-Homepage zum Selberdrucken verfügbar machen.
Zu 2. Die Zollfreistrasse hat den Deutschen Bundestag erreicht
"Hält die Bundesregierung das Projekt B317 [...] für verkehrs- und
umweltpolitisch sinnvoll in Abwägung der erheblichen Kosten, der
vergleichsweise geringen Einsparung an Fahrzeit für den Autoverkehr
sowie der tiefgreifenden Zerstörungen an der Natur?" Diese und weitere
17 kritische Fragen richtete die Fraktion Die Linke im Deutschen
Bundestag vor kurzem im Rahmen einer Kleinen Anfrage zur
"Zollfreistrasse durch Schweizer Naherholungsgebiet" an die deutsche
Regierung (Bundestags-Drucksache 16/869 vom 8. März 2006, bald
nachzulesen unter http://dip.bundestag.de/btd/16/008/1600869.pdf).
Zu 3. Weitere Termine
* Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr
weiterhin jeweils Meditationen in der Krypta der Basler
Leonhardskirche statt.
* Diese Woche fastet eine Gruppe von uns. Diese trifft sich mindestens
noch morgen nach der 17 Uhr-Meditation in der Basler Leonhardskirche.
* Samstag, 18. März, 16 Uhr: Zollfrei Z'Vieri an der Wiese. Ein Thema:
Weitere Planung der Kundgebung am 25. März
* Montags im März: Joggen an der Wiese mit Josha Frey, grünem Kandidat
für den Landtag von Baden-Württemberg: http://www.josha-frey.de/.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 78
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 15. März 2006
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
als Vorbereitung zu einer von uns stark ins Auge gefassten Kundgebung
bietet Barbara am morgigen Donnerstag, 16. März, von 15 bis 19 Uhr in
Halle 1 im Gundeldinger Feld, Dornacher Strasse 192, Basel, eine
Mützenstrickete an. Auch Personen, die dem Stricken bislang ferne
stehen, sind willkommen. Bitte bringt grüne Wolle und Stricknadeln mit.
Pünktlich drei Monate nach der Räumung des Auenparks am 6. Februar
werden wir am Samstag, 6. Mai, nach dem Z'Vieri ein Treffen für alle
veranstalten, deren Personalien seinerzeit polizeilich erfasst worden
sind. Wir bieten an, über die Vorgänge zu reden und das weitere
Vorgehen bei Eingang etwaiger Strafbefehle zu koordinieren. Potentiell
Verfolgten empfehlen wir, sich schon jetzt bei uns zu melden, soweit
noch nicht geschehen. Diese werden dann detaillierter informiert als via
Infomail. Sollte Euch ein Strafbefehl zugehen, habt Ihr nur wenig Zeit,
dagegen Einspruch einzulegen. Über den Ort des Treffens am 6. Mai
werden wir zu gegebener Zeit noch informieren.
Weitere Termine:
* Diese Woche fastet eine Gruppe von uns.
* Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr
weiterhin jeweils Meditationen in der Krypta der Basler
Leonhardskirche statt.
* Samstag, 18. März, 16 Uhr: Zollfrei Z'Vieri an der Wiese. Ein Thema:
Weitere Planung der Kundgebung
* Montags im März: Joggen an der Wiese mit Josha Frey, grünem Kandidat
für den Landtag von Baden-Württemberg: http://www.josha-frey.de/.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 77
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 10. März 2006
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
wir laden Euch ein, nächste Woche gemeinsam zu fasten. Wir treffen uns
am morgigen Samstag um 18 Uhr vor dem Restaurant Isaak am Basler
Münsterplatz zu einer Information mit Maria Bühlmann,
Fastenbegleiterin, zu einer Vorbesprechung. Sonntag wird ein
Vorbereitungstag werden, ab Montag kann dann gemeinsam gefastet werden.
Morgen findet ab 16Uhr an der Wiese wieder das Zollfrei-Z'Vieri statt.
Wir werden zurück- und vorausblicken.
In der letzten Infomail wurde das weitere Schicksal der kleinen
russisch-orthodoxen Holzkapelle aus Lakoma in der Lausitz geschildert,
nachdem sie von der Wiese an den Bodensee gewandert war. Aller
Voraussicht nach nimmt es nun konkrete, positivere Züge an: Ralf Röhr,
der Künstler, der sie erbaut hatte, wird sie gemeinsam mit lokalen
HolzgestalterInnen im Thurgau wieder restaurieren. Danach wird sie wohl
dauerhaft in dem Wald verbleiben, das durch eine kantonale Abstimmung
vor einer Strasse bewahrt werden konnte.
Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr
weiterhin jeweils Meditationen in der Krypta der Basler Leonhardskirche
statt.
Ebenfalls in der letzten Infomail hatte ich auf die Jogging-Aktion mit
Joscha Frey hingewiesen. Wetterbedingt musste der erste Lauf abgesagt
werden. Bitte entnehmt die weiteren Jogging-Termine Joscha Freys
Homepage: http://www.josha-frey.de/.
Dort steht auch jeweils, falls
weitere Läufe ausgelassen werden müssen.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 76
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 25. Februar 2006
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
"Soziale Frage, Klassengegensätze und Umweltthemen hängen alle
miteinander zusammen", äusserte Robert Hass vor neun Jahren
( http://www.motherjones.com/arts/qa/1997/03/visions.html). Der
hochdekorierte kalifornische Lyriker verbindet Bildung, Kunst und
Umweltschutz - insbesondere die Sorge um Flüsse - miteinander.
Die heutige Infomail handelt von Folgendem:
1. "Wiesionen"
2. Das Schicksal der Lakoma-Kapelle
3. Termine
Zu 1. "Wiesionen"
Vor einer guten Woche standen die "Wiesionen" auf der Tagesordnung des
Lörracher Stadtrats, das Projekt zur Renaturierung der Wiese. Nicht
einmal alle RätInnen waren schliesslich bereit, das Projekt mit
15.000EUR nicht zweckgebundenen und weiteren 80.000EUR an ökologische
Projekte gebundenen Steuermitteln zu fördern (Badische Zeitung,
Lörrach, 17. Februar 2005). Aufschlussreich ist insbesondere das
Verhältnis der Summe dieser Mittel zu den projektierten Kosten der
Anbindung der Clara-Immerwahr- an die Basler Strasse in Höhe von 5,7
Mio EUR (Badische Zeitung, Lörrach, 2. Dezember 2003), die im Rahmen
des geplanten Baus der Zollfreistrasse durchgeführt und von der Stadt
getragen werden muss: Der Strassenbau ist der Stadt Lörrach also
sechzig mal mehr wert als die Renaturierung der Wiese. Zerstörung hat
offenbar Priorität vor Bewahrung und Wiederherstellung.
Die Wiese sei ein "ökologisches Klassenzimmer", hiess es im Stadtrat.
Bildung braucht Echtheit ihrer VermittlerInnen. Die Wiesionen werden um
vieles glaubwürdiger, wenn der letzte Auenpark im Kanton Basel-Stadt,
der auch auf Drängen Lörrachs gerade dem Erdboden gleich gemacht
worden ist, wieder aufgeforstet und keine Umgehungsstrasse durch ein
Wohngebiet realisiert wird.
Zu 2. Das Schicksal der Lakoma-Kapelle
Wie wir erfahren haben, wurde die Kapelle aus Lakoma, die vier Monate
lang an der Wiese stand, bei Kreuzlingen leider Opfer eines Autounfalls.
Sie wird voraussichtlich restauriert werden.
Zu 3. Termine
* Heute, 25. Februar, findet ab 16Uhr ein Zollfrei-Z'Vieri an der Wiese
in Riehen in unmittelbarer Nähe der deusch-schweizerischen Grenze statt.
* Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr
jeweils Meditationen in der Krypta der Basler Leonhardskirche statt.
Statt der Meditation am morgigen Sonntagmittag ab 12 Uhr wird Martin
Vosseler einen Spaziergang von der Leonhardskirche zum Schulhaus zur
Mücke http://wbs.edubs.ch/mücke/ anbieten.
* Tatjana Metzger wird am Freitag, 3. März, in Schopfheim ein
indianisches Schwitzhüttenritual für den Auenpark und für die Heilung
der Erde und ihrer BewohnerInnen anbieten. Wer teilnehmen möchte, möge
sich unbedingt anmelden, die Plätze sind begrenzt. Nähere
Informationen zur Anmeldung:
http://118913.forum.onetwomax.de/topic=100375930869.
* Jeden Montag im März (vom 6. bis einschliesslich 27. März) lädt
Euch Josha Frey, grüner Kandidat für den baden-württembergischen
Landtag, zusammen mit Laufberater Burkhardt Sieper (Marathonläufer und
Buchautor von "Fit in die Kiste") zum jeweils ca. 45 minütigen Joggen
an der Wiese ein. Josha Frei teilt mit: "Wir starten jeweils um 7.00 Uhr
an der Pestalozzi-Apotheke in der Hauptstrasse in Lörrach-Stetten und
werden von dort über die grüne Grenze an der S-Bahn nach Riehen laufen.
Für Menschen aus Riehen ist eine "Zustiegsmöglichkeit" gegen ca. 7.10
Uhr an der Kreuzung Weilerstr./Lörracherstr. (nördl. des
Beyelermuseums, ich trage einen schwarzen Trainingsanzug). Der Lauf
führt uns über das Erlensträsschen dann wieder zurück über den
Mühlenmattweg zur Wiesenaue. Alle Menschen (gleich welcher Nation), die
fit in die Woche starten wollen und damit gleichzeitig für ein gesundes
Klima in der Wiesenaue demonstrieren wollen, sind herzlich eingeladen,
das mit diesem Lauf zu demonstrieren."
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
P.S.:
Weiteres über Robert Hass und seine Verbindung von Literatur, Kunst,
Bildung und Umweltthemen:
* River of Words: http://www.riverofwords.org/
* International Rivers Network. Linking Human Rights and Environmental
Protection: http://www.irn.org/
Infomail Zollfreie
Nr. 75
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 16. Februar 2006
Liebe FreundInnen des wieder erstarkenden Auenparks an der Wiese,
Mirjam hatte Euch das erfreuliche Ergebnis der kantonalen Abstimmung ja
schon mitgeteilt. Der Souverän von Basel-Stadt hat mit deutlicher
Mehrheit die Wieseinitiative angenommen. Viele Medien und PolitikerInnen
sind sich mit uns darin einig, dass diese Mehrheit damit der
Zollfreistrasse eine Absage erteilt hat. Andere versuchen, das Ergebnis
zu verschweigen oder wegzudiskutieren und zeigen sich damit nach der
voreiligen Räumung und Rodung des Geländes am Schlipf ein weiteres Mal
undemokratisch.
Ziel von Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ) ist es, den Auenpark zu
erhalten. Neu ist, dass wir seit Sonntag die Mehrheit der
baselstädtischen Stimmbevölkerung sicher hinter uns wissen. Wir
erwarten nun den Ausspruch eines Moratoriums und den Beginn von
Neuverhandlungen über dieses veraltete Strassenprojekt, das einer
nachhaltigen Mobilität nicht zu dienen in der Lage ist. Als
überregionale Bundesstrasse wird sie weit mehr Verkehr in ein
ökologisch sensibles Gebiet bringen, als die Verbindungsstrasse
zwischen Lörrach und Weil am Rhein, die der Staatsvertrag im Sinn hatte.
Bis zum Bau der Behelfsbrücke über die Wiese bleibt uns nicht mehr
viel Zeit. Nach Äusserungen der deutschen Bauherrschaft wird damit
Anfang März begonnen.
Unsere Aktivitäten bewegen sich auf drei Feldern:
1. Politik
Die Technokratie muss nun wieder hinter die Politik zurücktreten. Die
klaren Mehrheitsverhältnisse nach der Abstimmung nutzen IG Auenpark am
Schlipf und RoZ für politische Interventionen auf verschiedensten
Ebenen. Letzten Montag konnten einige von Euch zunächst die Basler
Regierungspräsidentin Barbara Schneider überraschen, und andere abends
dann Günther Öttinger, den Ministerpräsidenten von
Baden-Württemberg, der sich in der Regio aufhielt.
2. Aktion
Zollfrei-Z'Vieris finden nun wieder wöchentlich statt. Das nächste
findet am Samstag, 18. Februar, ab 16Uhr an der Wiese statt. Zwei Themen
stehen schon fest: Wir werden uns für den riesigen Einsatz von
Greenpeace und von Greenpeace-Aktivisten bei der gewaltfreien Besetzung
des Geländes am 6. Februar bedanken. Und wir werden über Wunder hören
und reden.
In jüngster Zeit sind verschiedene Ideen für Aktionen entstanden.
Bitte teilt uns mit, welche Idee Ihr personell unterstützen wollt und
könnt. Ihr könnt natürlich auch weitere vorschlagen. Alle Aktionen
können nach dem deutlichen Abstimmungsergebnis für die Wieseinitiative
nun im Wissen um die Mehrheit der baselstädtischen Bevölkerung in
unserem Rücken durchgeführt werden. "Wir trauen uns und setzen den
Mehrheitswillen um". Dieses Wissen hatten wir bei der Besetzung am
Räumungs- und Rodungstag noch nicht - und hatten trotzdem schon viele
Sympathien auf unserer Seite.
* Alphorn
* Bäume pflanzen auf gerodetem Teil
* Begehung
* Fasten in Gruppe bei Baubeginn
* Frühlingsfest als Dank für Abstimmungsergebnis
* Morgengebet mit Andacht
* nackt auf dem Boden, Körperskulptur
* schriftlicher Hinweis auf die persönliche
Verantwortung der BauarbeiterInnen
* Blumen an BauarbeiterInnen verteilen
* Mit Blumen zum Weiler Oberbürgermeister Dietz gehen
* Friedensvögel für BauarbeiterInnen
* Z'Nüni für BauarbeiterInnen
* Dokumentation auf italienisch, türkisch,
albanisch, polnisch, ... für die BauarbeiterInnen
* Geländerundgang für BauarbeiterInnen
* Musik, Tanz, Theater
* Fotomontage Wiesebrücke begrünt in 10 Jahren
* Flitzeraktion, ggf. maskiert
Wer Sven von Ungern-Sternberg, den Freiburger Regierungspräsidenten,
für sein Drängen auf Rodung vor der Abstimmung und für seine
Dialogverweigerung kritisieren möchte, wird auf der RoZ-Homepage bald
Musterbriefe finden. Wir versprechen uns von individuell formulierten
Briefen, beispielsweise auf Basis der Wiese-Postkarten der Initiative,
allerdings eine grössere Wirkung.
3. Spirituell
Täglich finden für die Dauer von je einer Stunde ab 8, 12 und 17 Uhr
jeweils Meditationen in der Krypta der Basler Leonhardskirche statt.
Martin Vosseler fastet und wendet sich strikt gegen jede Interpretation
als Hungerstreik. Martin geht es sehr gut, er schöpft durch das Fasten
neue Kraft. Er befindet sich in bester Tradition und hat gute Vorbilder,
so z.B. Mahatma Gandhi. Besonders die nahende Fastenzeit bietet Euch
Gelegenheit, mit ihm zusammen zu fasten.
Alle diejenigen unter Euch, die am 6. Februar polizeilich erfasst worden
sind, sollten sich unbedingt schon jetzt ein Gedächtnisprotokoll über
den Vorgang anfertigen, denn es kann lange dauern, bis Ihr einen
Strafbefehl bekommt, und die Details sind bis dahin leicht vergessen.
Dieses Protokoll sollte mindestens folgendes aufführen: Zeiten, Orte,
Abläufe, Details, Beobachtungen. Nach wie vor und davon unabhängig
könnt Ihr Euch als polizeilich Registrierte auch bei uns registrieren
lassen, um dann gemeinsam gegen Strafbefehle vorgehen zu können.
Die Zollfreistrasse wird nicht gebaut werden.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 73
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 9. Februar 2006
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ) bedankt sich bei Euch allen. Dank an
alle, die am Montag ausserhalb der Absperrungen bleiben mussten, an
alle, die uns aus der Ferne beistehen wollten, an alle, die drinnen auf
dem Gelände waren, an alle SitzblockiererInnen, an alle Kletternden, an
alle Medien, an alle, die in Gedanken bei uns waren. Ihr alle wart
wichtig - die im Innern haben die Unterstützung und Gedanken der
Ausgesperrten gespürt. Die Rodung konnten wir nicht verhindern, dennoch
hätte der Montag kaum besser laufen können. Wir alle haben die
Staatsgewalt auf uns genommen, und für das Anliegen, den Auenpark zu
erhalten, haben GeschäftsführerInnen, Abgeordnete, Selbständige,
Studierende, SchülerInnen, RentnerInnen, LehrerInnen, Angestellte und
andere auch verschiedentliche Beschimpfungen als Sozialschmarotzer
erduldet. In der gestrigen Ausgabe der Badischen Zeitung war zu lesen,
dass Euch selbst die BefürworterInnen der Zollfreistrasse für die
Gewaltfreiheit gelobt hätten.
Wie geht es nun weiter?
Höchste Priorität hat die Abstimmung über die Wieseinitiative am
kommenden Sonntag, 12. Februar. Bitte rührt noch einmal die
Werbetrommel und stimmt mit Ja. Material dazu findet Ihr ggf. bei
www.wiese-initiative.ch/werbematerial.html.
Nächsten Samstag findet wieder ein Zollfrei Z'Vieri ab 16Uhr an der
Wiese statt. Der Ort wurde durch die Rodung schwergeschädigt. Trotzdem
ist noch viel von seiner Energie vorhanden. Lasst ihn uns wieder
beleben. Bringt Dinge dafür mit, die unseren besonderen
Widerstandsgeist ausdrücken. Am Ort des Geschehens wurde ein
Kummerkasten installiert. Beim Z'Vieri wollen wir innehalten, würdigen,
was war. Bringt dazu bitte Photos und Erinnerungen mit.
Beim Z'Vieri werden wir beginnen, die Namen derjenigen zu sammeln, denen
eine strafrechtliche Verfolgung drohen könnte, um gemeinsam juristisch
dagegen vorgehen zu können. Falls Ihr nicht kommen könnt, könnt Ihr
mir auch per Email mitteilen, dass die Polizei Eure Personalien
aufgenommen hat.
Material, das bei der Räumung zurückgelassen werden musste, haben wir
inzwischen bei Urs Rinklin am Schlipf gesammelt. Holt es bitte unbedingt
bis zur Fastnachtswoche bei ihm ab. Bei mir zuhause habe ich noch Dinge,
die seinerzeit in der kleinen Holzkapelle aus Lakoma zurückgelassen
wurden. Falls Ihr etwas vermisst, meldet Euch bitte bald bei mir.
Wir angekündigt, findet in der Krypta der Leonhardskirche Basel ein
Innehalten statt. Die Zeiten sind täglich 8-9Uhr, 12-13Uhr und 17-18Uhr.
Die Zollfreistrasse ist bis heute nicht baureif. Wir werden auf
Erstellung eines Arteninventars der Wieselandschaft drängen. Die
Hangrutschgefahr wurde nicht abschliessend untersucht. Die
Enteignungsverfahren sind nicht abgeschlossen.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
P.S:
In Essex, UK, wird es demnächst vielleicht ähnliche Szenen geben wie
bei uns: www.savepriorypark.org.
Infomail Zollfreie
Nr. 72
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 7. Februar 2006
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
"das ist nicht ein Finale, sondern nur das Achtelfinale", so Martin
Vosseler nach Räumung und teilweiser Rodung gegenüber SRDRS. Viele von
Euch sind nach den gestrigen Erlebnissen resigniert. Bitte geht trotzdem
und jetzt erst recht am 12. Februar abstimmen. Sagt es weiter und stimmt
mit Ja!
Bei Vogelgezwitscher zeigte die strukturelle Gewalt gestern ihre ganze
Härte. Unsere Vorabinformationen erwiesen sich also als richtig, und
dies zeigt, dass nicht alle VertreterInnen der Exekutive mit dem Vorgang
von gestern einverstanden waren. Die Basler Regierung liess das Gelände
weiträumig vom Zivilschutz absperren. Nachdem Regierungsrätin
Schneider das Gelände verlassen und ihre angebliche Machtlosigkeit zur
Schau gestellt hatte - sie und die Polizei seien gar nicht Handelnde,
wie sie mitteilte - begann die Schweizer Polizei in Anwesenheit von
Regierunsrat Schild, ihres obersten Dienstherrn, mit der Räumung des
gewaltfrei besetzten Geländes. Etwa ein Viertel von uns liess sich
wegtragen, darunter auch ein Lörracher Stadtrat. Nicht alle, die sich
gestern für den Erhalt des Auenparks strafrechtlich verfolgen liessen,
können die Folgen aus eigener Tasche bezahlen. Ihr könnt ihnen dabei
helfen, Bankverbindung siehe unten.
Gegen 13.10 Uhr fiel der erste Baum. Daraufhin läuteten in Riehen die
Glocken. Während wir gutnachbarlich grenzüberschreitend die Schöpfung
bewahrten, bestand die offizielle gutnachbarliche Zusammenarbeit in der
sinnlosen Zerstörung des Auenparks. Die letzten Baumhütten konnten
erst gegen 16.40 Uhr geräumt werden.
Die Presse wurde vom Ort des Geschehens ausgeschlossen, was
Nationalrätin Maya Graf öffentlich kritisierte (telebasel).
"Ich finde das verrückt, was da passiert [...], so gegen die Natur
vorzugehen und so gegen die Demokratie vorzugehen", so Nationalrat Remo
Gysin (telebasel). Die Exekutive tut so, als könne es einen Rechtsstaat
geben ohne Gerichte, ohne Parlament - und ohne Volk. Es sind noch
mehrere Verfahren anhängig. Der Basler Grossrat wartet bis heute auf
geologische Abklärungen von deutscher Seite, die ihm einst zugesagt
worden waren. Und die Wieseinitiative kommt nächsten Sonntag zur
Abstimmung. "Wir brauchen eine andere Generation von Politikern, die die
Verantwortung für die Natur übernehmen und sie nicht ständig
herumschieben", kommentierte Martin Vosseler die Geschehnisse des
gestrigen Tags.
Die Zollfreie ist noch nicht gebaut, der Widerstand geht weiter.
Wir treffen uns ab morgen für täglich insgesamt drei Stunden morgens,
mittags und abends in der Krypta der Leonhardskirche zur
interreligiösen Meditation. Die genauen Zeitpunkte könnt Ihr dem
Internetforum entnehmen, das Ihr von unserer Homepage aus erreicht,
sobald sie feststehen.
Martin Vosseler wird im Lohnhof unbefristet Fasten und lädt Euch ein,
ein Stück Weg dabei mit ihm zu gehen.
Samstag treffen wir uns zum Z'Vieri um 16 Uhr an der Wiese. Wir wollen
unsere Trauer verarbeiten und Impressionen sammeln, was wir alle
zusammen in den letzten Jahren Schönes in der Natur des Auenparks
erlebt haben.
Gestern musste diverses persönliches Material auf dem Gelände
zurückgelassen werden. Es konnte zum Teil in Sicherheit gebracht
werden. Bitte meldet Euch, wenn Ihr etwas vermisst.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 71
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 2. Februar 2006
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
Dienstag riefen die BewahrerInnen des Auenparks "dazu auf, das Gelände
wieder zu besetzen", wie die Basler Zeitung auf ihrer Titelseite in
ihrer gestrigen Ausgabe feststellte. Die Campingsaison ist also wieder
eröffnet, auch Martin Vosseler hat sein Zelt schon aufgeschlagen. Ihr
alle seid wärmstens eingeladen, Euer Zelt zu schultern und Euch vom
Wieserauschen in den Schlaf wiegen zu lassen. Die CamperInnen freuen
sich über Speis' und Trank, und es werden dringend warme Decken benötigt.
Dieser Aufruf nimmt stündlich an Wichtigkeit zu. Hatte Dienstag die
Basler Regierung alle Seiten damit überrascht, indem sie Verantwortung
und Kompetenz über die Veranlassung der Rodung auf Schweizer Gebiet an
den deutschen Bund abgetreten hatte, so erteilte sie heute der
Stadtgärtnerei den Auftrag zur Rodung. Da die deutsche Seite dem
überraschend geäusserten Wunsch der Basler Seite, die Rodung erst nach
der Abstimmung über die Wieseinitiative durchführen zu lassen, nicht
entsprochen hat, ist die Rodung explizit für die nächsten Tage - das
kann auch morgen früh sein - vorgesehen. Die Unsicherheit über den
genauen Termin, den wir alle gerne wüssten, gehört zum Spiel dazu.
Wenn Ihr kommt, nehmt Fotoapparate und Kameras mit. Warme Kleidung und
ggf. Styropor zum Ausstopfen der Hose sind geboten.
Die Mächtigen verhalten sich wie personifizierte Lippenbekenntnisse zum
Umweltschutz. Die grotesken Szenen der jüngsten Zeit könnten den Titel
"Fakten vs. Beton" tragen.
Von nun an laden wir jeden Morgen ab 7 Uhr zu einer Andacht an der Wiese
ein, morgen früh mit Obertongesang.
Die Wieseinitiative bleibt ein hervorragender Weg, sowohl den
Staatsvertrag zu erfüllen, als auch den Auenpark zu erhalten. Bitte
geht Abstimmen, bitte sagt's weiter, bitte stimmt mit Ja! Auch wenn bis
in einer Woche Bäume gefallen sein sollten, werden wir den Bau der
Zollfreistrasse verhindern. Dazu brauchen wir ein gutes Abstimmungsergebnis.
Einige von Euch haben sich gestern und heute zu Recht gewundert über
drei Nachrichten über unsere Alarmierungskanäle. Die Nervosität der
Situation erhöht nun einmal die Wahrscheinlichkeit für dumme
Missgeschicke, und die Auslösenden sind sich dessen bewusst, damit
Irritationen geweckt und aufgrund der verbreiteten Inhalte Euer
Vertrauen in die Diskretion des Systems gefährdet zu haben. Wir bitten,
diese Pannen zu entschuldigen.
Bis morgen früh, mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 70
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 31. Januar 2006
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
wieder eine längere Infomail, daher wieder zu Beginn eine Übersicht:
1. Aktuelle Lage: Bundesgerichtsurteil, drohende Baumfällung,
2. Demonstration für Demokratie und Wieseinitiative 31.1.2006,
18Uhr, Marktplatz Basel,
3. Wachen, Camp und Baumschutz,
4. Luftschadstoffe lokal vor Ort,
5. Kunst an der Wiese, und
6. Termine, Verschiedenes.
Zu 1: Aktuelle Lage: Bundesgerichtsurteil, drohende Baumfällung
Heute wurde das Urteil des Schweizer Bundesgerichts über die
Rechtmässigkeit der Rodungsbewilligung bekannt. Es fällt für den
Auenpark, für uns und Euch negativ aus. Dieses Verfahren war nicht das
letzte anhängige, aber die aufschiebende Wirkung besteht nun nicht mehr
fort.
Zusammen mit der Auffassung der Basler Regierung, die sie vor einer
Woche bekannt gemacht hatte, dass das Ergebnis der Wieseinitiative
keinerlei Einfluss auf den Bau der Zollfreistrasse habe und daher gar
nicht abgewartet werde, herrscht nun höchste Alarmstufe.
Mit einer Fällung muss nun jederzeit gerechnet werden.
Zu 2: Demonstration für Demokratie und Wieseinitiative 31.1.2006,
18Uhr, Marktplatz Basel
Wie angekündigt veranstalten Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), IG
Auenpark und die in derselben zusammengeschlossenen Verbände und
Parteien am heutigen Dienstag abend eine Grossdemonstration. Vor der
Volksabstimmung dürfen keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden,
das widerspricht unserem Demokratieverständnis. Gleichzeitig wird für
ein Ja zur Initiative demonstriert, d.h. dafür, keine vollendeten
Tatsachen zu schaffen, bevor nicht ein offizielles Arteninventar
erstellt ist, und dafür, ggf. legal durch Bezug auf §22 Abs. 2 des
Staatsvertrags über den Bau der Zollfreistrasse zwischen Deutschland
und der Schweiz den Auenpark als Lebensraum seltener Tier- und
Pflanzenarten und als Naherholungsgebiet zu erhalten.
Bitte kommt zahlreich, es ist wichtig, Zeichen zu setzen! Bringt andere
TeilnehmerInnen mit. Wir werden nicht zulange in der Kälte stehen und
fassen uns kurz. Bringt Trommeln, Kerzen und Fackeln mit.
Zu 3: Wachen, Camp und Baumschutz
Wir alle machen unseren Widerstand nicht allein von Gerichtsurteilen ab
und sind hochmotiviert. Wie schon vor 1,5 Jahren werden in dieser
bedrohlichen Lage Wachen benötigt, die vor Sonnenaufgang an der Wiese
mit ihrer Aufgabe beginnen. Bitte meldet Euch unter Angabe freier Zeiten
bei .
Wie Ihr aus den Medien vielleicht inzwischen wisst, ist schon vor der
Brutzeit wieder Leben in die Bäume eingekehrt. Danke für die
Nahrungsspenden, die mittlerweile eingegangen sind.
Wir laden Euch alle ein, mit den BaumbewohnerInnen solidarisch zu sein
und in Gestalt eines Selbstversorgercamps auf Privatgelände zu zelten.
Auch vor zwei Jahren haben wir im Schnee begonnen.
Gestern haben wir wieder ein Gewaltfreitraining angeboten, um uns auf
den Ernstfall vorzubereiten. Diejenigen, denen der Schutz des Auenparks
an der Wiese eine Herzensangelegenheit ist und die im Falle eines Falles
schnell vor Ort sein wollen, sollten sich ebenfalls bei
melden oder sich bei
registrieren lassen, am
Besten unter Angabe einer Mobiltelefonnummer. Sie werden dann alarmiert.
Bitte lest regelmässig Emails und legt Euer Mobiltelefon auch nachts in
Reichweite.
Zu 4: Luftschadstoffe lokal vor Ort
In Lörrach haben sich Privatleute zusammengefunden, in Eigeninitiative
seit August Stickstoffdioxid zu messen. Dies sei seit geraumer Zeit die
erste Messung, und es sei die erste, die derartig feingranular in
verschiedenen Wohnarealen Werte aufgezeichnet hat. Die ermittelten
Zahlen seien anhand offizieller Zahlen aus Weil am Rhein validiert worden.
Stickoxide steigerten die Anfälligkeit für Husten, Allergien und
Asthma. Wo Stickoxide seien, wirke Feinstaub, der ja z.Zt. wieder in
aller Munde ist, stärker. Im Gegensatz zu Feinstaub liessen sich
Stickoxide aber einfacher messen.
Die Ergebnisse zeigten auf, dass schon heute die EU-Richtwerte in der
Wiesental- / Dammstrasse nahezu erreicht würden, also in unmittelbarer
Nähe der geplanten Zollfreistrasse. Dies sei einerseits auf die hohe
Verkehrsbelastung zurückzuführen, andererseits komme erschwerend der
Tüllinger Hang ins Spiel, der dafür sorge, dass die Schadstoffe im Tal
blieben. Die aktuelle Inversionswetterlage tue ein übriges.
Wer neue Strassen baue, könne zwar kurzfristig die Emissionen senken,
er säe aber neuen Verkehr, so dass die Situation immer schlimmer werde.
Die Anzahl an zugelassenen Autos werde zunehmen. Dies sei durch alle
Studien belegt.
Daraus zogen die InitiatorInnen u.a. das Fazit, wir alle müssten
zugunsten unserer eigenen Gesundheit endlich umdenken und der
öffentliche Personennahverkehr müsse endlich ein stärkeres Gewicht
bekommen. Darüber hinaus stärke Strassenbau dagegen auch soziale
Verwerfungen, denn stark befahrene Strassen baue man eher in sozial
unterprivilegierten Stadtteilen, die keine Lobby hätten.
Zu 5: Kunst an der Wiese
Ab Dienstagmittag wird an der Wiese eine Installation zum Thema "Die
Natur - verraten und verkauft" zu sehen sein.
Zu 6: Termine, Verschiedenes
* Nächsten Samstag, 4. Februar 2006, findet wieder ein Zollfrei
Z'Vieri ab 16 Uhr an der Wiese statt.
* Wie haben in diesen Tagen eine enorme Medienpräsenz. Ohne Anspruch
auf Vollständigkeit waren und sind wir diese Tage auf Telebasel,
der Sonntagszeitung im Dreiland, der Badischen Zeitung, der
Basellandschaftlichen Zeitung, der Basler Zeitung, 20 Minuten, dem
Baslerstab, im Regionaljournal von SR-DRS und auf Nordwest 1 zu sehen
bzw. zu lesen. Die Öffentlichkeit interessiert sich für uns und
die Wieseinitiative.
* An der Wiese kann ein Zeichen gesetzt werden, dass wir alle nicht
akzeptieren, dass versucht wird, mit Mitteln von gestern heutige^
Mobilitätsprobleme zu lösen. Ein solcher Versuch hat keine
Zukunft. Dies hat mit der heutigen dramatischen Warnung Tony Blairs
vor den Folgen des Klimawandels noch einmal an Aktualität
gewonnen.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail 89
Infomail Zollfreie
Nr. 69
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 24. Januar 2006
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
nun hat sich das erste
Camp an der Wiese und der Beginn von Martin
Vosselers Fasten gerade zum
zweiten Mal gejährt. Am 12. Februar wird
sich ebenfalls zum zweiten Mal die
Anrufung der gemischten Komission
durch Moritz Leuenberger jähren. Die
heutige Infomail gestaltet sich in
Anbetracht der brennenden Lage länger als
gewohnt, daher vorweg die
Gliederung.
1. Aktuelle Lage: Drohende
Baumfällung
2. Wachen gesucht!
3. Demonstration für Demokratie und
Wieseinitiative
am Dienstag, 31. Januar, 18 Uhr, Marktplatz Basel
4.
Zusätzliches Z'Vieri am Samstag, 28. Januar,
16 Uhr an der Wiese
5.
Gewaltfreitraining am Sonntag, 29. Januar, ab
ca. 11 Uhr.
6.
Wieseinitiative
Zu 1.: Aktuelle Lage: Drohende
Baumfällung
Hatte die Basler Regierungsrätin Barbara Schneider schon vor
einer
guten Woche öffentlich verlauten lassen, dass nicht das Ergebnis der
Abstimmung über die Wieseinitiative am 12. Februar abgewartet werde,
bevor Bäume gefällt würden, sondern nur das anhängige Urteil des
Schweizer Bundesgerichts in Lausanne (Badische Zeitung, 16. Januar
2006), so verkündete heute die gesamte Regierung folgenden
Wortlaut:
"Sobald das Bundesgericht [...] einen entsprechenden Entscheid
getroffen
hat, steht der Fällung der Bäume an der Wiese und damit dem
Baubeginn
deswegen nichts mehr im Wege."
(<http://pages.unibas.ch/rr-bs/medmit/rrbs/2006/01/rrbs-20060124-005.html>)
Mit
dem Lausanner Urteil muss jederzeit gerechnet werden. Ausgeschlossen
ist es
keinesfalls, das das noch vor dem 12. Februar, dem Tag der
Abstimmung,
passiert, es kann aber sogar noch im Januar erfolgen. Die
Lage
brennt.
Lasst uns nicht vergessen, dass RoZ, IG Auenpark, das Unabhängige
Komitee und viele Einzelne bislang schon sehr viel erreicht haben: Die
Zollfreistrasse gibt es bis heute nicht, der Auenpark lebt. Wir wollen
den Auenpark erhalten und haben Erfahrung und Stärke darin, wie wir
diesem Ziel immer näher kommen.
Zu 2: Wachen
gesucht!
Damit wir angemessen und zeitnah reagieren können, falls
Fällmaschinen
immer näher rücken, werden ab sofort wieder Wachen eingesetzt
und
gesucht. Bitte meldet Euch unter Angabe verfügbarer Zeitslots bei
<mailto:Cosmosmike@freesurf.ch>. Er
wird Euch einteilen und Euch
Rückmeldung geben, wann Ihr dann im einzelnen
gebraucht werdet.
Zu 3: Demonstration für Demokratie und
Wieseinitiative
am Dienstag, 31. Januar, 18 Uhr, Marktplatz
Basel
RoZ und IG Auenpark haben eine Demonstration anberaumt.
TeilnehmerInnen
mögen weitere TeilnehmerInnen, Trommeln, Kerzen und Fackeln
mitbringen.
Angesichts der vorhergesagten Temperaturen versprechen wir eine
kurze,
aber päegnante Demo.
Es ist uns allen sehr wichtig, möglichst
viele Menschen zu
mobilisieren. Der Aufruf ist heute bei einem Medienanlass
kommuniziert
worden.
Inhalte der Demonstration:
* Empörung über
die Verlautbarung der Basler Regierung
und ihr damit demonstriertes
Demokratieverständnis,
ggf. den 12. Februar nicht abzuwarten, sondern
schon
vorher Bäume zu fällen.
* Widerspruch zwischen der
Regierungsaussage, die
Wieseinitiative könne die Zollfreistrasse
nicht
verhindern, und ihrer Abstimmungsempfehlung - wenn
die
Initiative irrelevant wäre, bedürfte es gar
keiner Empfehlung!
*
Widerspruch zwischen Schutz der Wiese, den sowohl die
Basler als auch die
Lörracher Regierung wollen, und
dem potentiellen Bau der Zollfreistrasse,
d.h. Kritik
am Naturschutzverständnis.
* Es gibt kein Arteninventar -
eine Entscheidung über
die Schutzwürdigkeit der Wieselandschaft kann
also
gar nicht vorgenommen werden.
* §22 Abs. 2 des Staatsvertrags über
den Bau der
Zollfreistrasse zwischen Deutschland und der Schweiz
ermöglicht entgegen aller anderslautender Behauptungen
eben doch, die
Zollfreistrasse zu verhindern, wenn die
Wieseinitiative angenommen wird.
Dies wird auch von
deutschen Juristen so gesehen.
* (Mangelnde)
Machbarkeit unter geologischen und
hydrologischen
Gesichtspunkten.
Zu 4: Zusätzliches Z'Vieri am Samstag, 28.
Januar,
16 Uhr an der Wiese
Zusätzlich zum regulären Z'Vieri am
4. Februar veranstaltet die RoZ in
Anbetracht der Lage schon diesen Samstag
ein Z'Vieri.
Zu 5: Gewaltfreitraining am Sonntag, 29. Januar,
ab
ca. 11 Uhr.
Wie schon vor 1,5 Jahren laden wir herzlich ein,
an einem
Gewaltfreitraining in Lörrach mitzumachen. Wir treffen uns Sonntag
um
11 Uhr am Bahnhof Lörrach für diejenigen, die vom Badischen Bahnhof
aus mit dem Zug anreisen (Badischer Bahnhof ab: 10.49 Uhr) oder um 10.45
Uhr an der Wiese für die VelofahrerInnen unter Euch, um dann gemeinsam
einen warmen Innenraum aufzusuchen. Die Veranstaltung wird am Nachmittag
enden.
Der grenzüberschreitende, jahrzehnte währende Widerstand für
den
Erhalt des Auenparks verstand sich immer als gewaltfrei, versteht sich
so und wird sich auch weiterhin so verstehen. Deshalb drängen wir Euch
zur Teilnahme an dieser Veranstaltung - die darüber hinaus auch Spass
machen wird.
Zu 6: Wieseinitiative
Die RoZ empfiehlt, am
12. Februar mit Ja zu stimmen. Bitte bewegt
möglichst viele Stimmberechtigte
- Verwandte, KollegInnen, Nachbarn,
FreundInnen etc. - persönlich dazu,
abstimmen zu gehen und mit "ja" zu
stimmen. Etwaig noch benötigtes
Prospektmaterial gibt's in
elekronischer Form hier:
<http://www.wiese-initiative.ch/werbematerial.html>.
Öffentliche
Äusserungen via LeserInnenbrief zu Themen wie Feinstaub,
Klimaprobleme,
Verschwinden von Grünflächen in Basel, Lörrach und
Weil am Rhein und nicht
zuletzt zur Wieseinitiative sind sehr willkommen.
IG Auenpark resp. das
Initiativkomitee sind nicht mehr alleine.
Unterstützung haben wir seit dem
10. Januar durch das Unabhängige
Komitee "Ja zur Wiese-Initiative" erhalten.
Dieses teilte seinerzeit mit:
"Dem Komitee gehören prominente
Persönlichkeiten aus Wissenschaft,
Recht, Kunst und anderen Kreisen an.
Unter den ErstunterzeichnerInnen
finden sich etwa eine alt Bundesrichterin,
Basels Münsterbaumeister
Peter Burckhardt, Robert Schiess als Obmann des
Basler Heimatschutzes,
die Bildhauerin Bettina Eichin und der Historiker
Georg Kreis.
Präsident des Komitees ist der Kardiologe Prof. Dr. Andreas
Hoffmann."
Kein Befürwortender der Zollfreien hat auch nur ein einziges
Argument
der Wieseinitiative sachlich entkräften können. Selbst das
"überparteiliche Komitee 'Nein zur Wiese-Initiative'" ist sich "nicht
klar, ob überhaupt geschützte Tier- und Pflanzenarten vom Bau der
Zollfreistrasse betroffen sind"
(Lukas Engelberger laut <http://www.onlinereports.ch/>).
Die
Wieseinitiative fordert, eben diese Unklarheit offiziell klären zu
lassen.
Wir verlassen uns darauf, dass Ihr regelmässig Eure Emails
prüft, denn
es kann ja nun jederzeit sehr spannend werden.
Mit
sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie
Nr. 68
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 4. Januar 2006
Liebe Auenpark-FreundInnen
Nächsten Samstag, 7. Januar 2006 findet das erste
Zollfrei Z'vieri im neuen Jahr statt. Die Abstimmung
über die Wiese-Initiative steht schon bald bevor. Ca.
nächsten Mittwoch, 11. Januar, erhalten die
Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die
Abstimmungsunterlagen in den Briefkasten. Am Z'vieri werden Plakate
usw. erhältlich sein. Bitte klebt nicht wild Plakate an
Bäume oder Hauswände. Das ist illegal und wirkt bei
vielen Leuten eher kontraproduktiv. An Privathäusern, in
Vorgärten, an privaten Garagentoren, Schaufenstern etc. ist's
natürlich ok.
Ebenfalls werden Eisvögel aus Stahlblech
zum Verkauf stehen. Ab ca. 8. Januar werden etwa 100 Eisvögel
auf verschiedenen Geländern am Rheinufer und in der Stadt
für die Wiese-initiative werben. Es stehen 70 Stück
zum Verkauf: 1 Vogel kostet Fr. 25.--, 2 kosten Fr. 45.-- und 5 Fr.
100.-- Jeder Vogel ist ca. 30 cm hoch, aus Stahlblech und nicht
rostfrei. Soll der Rostprozess verlangsamt werden, kann das Blech
eingeölt werden, soll er beschleunigt werden, muss es
entfettet werden. Der Vogel wird mithilfe des mitgelieferten
Kabelbinders mit einem Handgriff an ein Geländer, eine
waagrechte Stange oder ein Velokörbli montiert.
Wie schon angekündigt, finden an den Samstagen des
7.1., 14.1. und 4.2. Standaktionen auf dem
Rümelinplatz statt (Riehen ist jeden Samstag durch die
Grüne Partei abgedeckt). Im Anhang findet Ihr einen
Anmeldetalon, den Ihr bitte sofort und umgehend ausfüllen und
zurücksenden wollt. Ich brauche diese Rückmeldungen
als Anhaltpunkt dafür, wieviele Leute wir etwa sind und wie
viel Material ich herbeischaffen muss. Wenn wir (zu) viele sind, macht
das nichts, dann schwärmen wir einfach spontan auf andere
Plätze wie den Markt-, den Barfüsser- oder den
Claraplatz aus und verteilen dort Prospekte. Das Veteilen von
Abstimmungsmaterial ist nicht bewilligungspflichtig! Das Materialdepot
ist am Rümelinsplatz. Wer im eigenen Quartier vor
Läden oder so verteilen will, kann das Material am
Samstag-Morgen am Rümelinsplatz oder am Donnerstag-Abend bei
mir am Rümelinbachweg (beim Eschenmoser Nähe
Heuwaage) abholen. Bitte vorher telefonieren (061 281 70 01). Genauere
Infos gibt es auch am Z'vieri.
LeserInnen-Briefe: Bitte schreibt
LeserInnen-Briefe an die Zeitungen ( leserbrief@baz.ch,
info@bz-online.ch, redaktion@riehener-zeitung.ch). Denkt dabei daran,
dass wir auf ein JA zur "Wiese-Initiative" aus sind und den Leuten
nicht ein Nein zur Zollfreistrasse einsuggerieren dürfen. Das
Fazit muss ein JA sein. Also positiv für den Schutz der Natur-
und Erholungslandschaft an der Wiese argumentieren (was dem
Initiativtext entspricht)! Die Informationen dazu könnt Ihr
unserer Webseite www.wiese-initiative.ch
entnehmen.
Vielen Dank für Eure Mithilfe. Ein JA am 12. Februar
wäre ein tolles Signal für die Wiesenauen!
Sonnige Grüsse
Mirjam Ballmer
Infomail Zollfreie Nr. 67
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 10. November 2005
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
gestern hat der Basler Regierungsrat den Termin der Abstimmung über die
"Wiese-Initiative" festgelegt. Am 12. Februar 2006 können die
Stimmberechtigten in Basel-Stadt darüber abstimmen, ob sie das Gebiet
entlang der Wiese unter besonderen Schutz gestellt sehen wollen. Auch
auf deutscher Seite ist absehbar, dass der Tüllinger Berg wegen seiner
einzigartigen Vogelwelt unter den Schutz des europäischen Konzepts
"Natura 2000" gestellt wird. Umso widersprüchlicher agiert die Politik,
die mit Mitteln von gestern heutige Mobilitäts- und Umweltprobleme
nicht zukunftsfähig wird lösen können.
Die langen Jahre, die Regio ohne Zollfreistrasse diese Zollfreistrasse
schon verhindern konnte, die Rekordzeit, in der vor einem halben Jahr
die für die Initiative nötigen Unterschriften und nocht viele mehr
gesammelt werden konnten, und der vergleichsweise kurze Zeithorizont,
bis die Rodungsbewilligung erneut verfällt, machen grosse Hoffnung, die
Abstimmung zu gewinnen und damit ein deutliches Zeichen für den Erhalt
des Naherholungsgebiets an der Wiese zu setzen. Dennoch bitten Regio
ohne Zollfreistrasse, IG Auenpark am Schlipf und alle in ihr vertretenen
Verbände und Parteien im Vorfeld der Abstimmung um Unterstützung, sei
sie personell bei Infoständen oder zu anderen Anlässen, sei sie
finanziell.
Dienstag, 15. November, führt der VCD Lörrach im Alten Wasserwerk am
Berliner Platz Lörrach eine öffentliche Veranstaltung zur aktuellen
Situation bei der Umsetzung der EU-Luftqualitaetsrahmenrichtlinie auf
lokaler Ebene durch. Dr. Marianne Hazenkamp-von Arx konnte als
Referentin gewonnen werden. Die Auswirkungen der Zunahme des
motorisierten Verkehrs auf die Luftqualität werden gerade auch unter
Berücksichtigung lokaler Verhältnisse diskutiert werden.
Am 23.11. veranstaltet die Katholische Akademie Freiburg i. Br. einen
Vortrag "Bildstörung. Industriearchitektur und Landschaftsästhethik", in
dessen Ausschreibung explizit kritisch auf die Zollfreistrasse bezug
genommen wird:
http://akademie.erzbistum-freiburg.de/index.php/68/0/?&function=1&detail=167.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp Bachmann.
Infomail Zollfreie Nr. 66
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 30. September 2005
Liebe FreundInnen des Auenparks an der Wiese,
insbesondere deutsche Kreis- und StadtpolitikerInnen machen
sich nach den Presseveröffentlichungen der letzten Wochen
Hoffnungen auf einen baldigen Baubeginn der Zollfreistrasse.
Der vielleicht entstandene Eindruck, dieser sei nun
unausweichliches Schicksal, täuscht aber.
Juristisch ist noch nicht das letzte Wort gesprochen worden,
die Wiese-Initiative ist anhängig, und Regio ohne
Zollfreistrasse macht ihren gewaltfreien Widerstand füer den
Erhalt von Natur, Lebensraum und Naherholungsgebiet an der
Wiese nicht allein von Gerichtsurteilen abhängig.
Nach übereinstimmender, grenzüberschreitender Auffassung
von Regio ohne Zollfreistrasse und IG Auenpark am Schlipf ist
die Zollfreistrasse anachronistisch, überflüssig geworden
durch den Bau der Autobahn A98 und schadet nach heutigen
Massstäben mehr als sie nüetzt. Schon heute fühlen sich die
BewohnerInnen von Lörrach-Hauingen durch den Verkehr auf der
B317 belastet, was auch von Ortsvorsteher Günter Schlecht
(SPD) anerkannt wird (Badische Zeitung, 29. September 2005) -
dieser würde gewiss noch zunehmen, sollte die Vision der
Verbindung von Weil am Rhein über den Feldberg in den
Hochschwarzwald Wirklichkeit werden.
Wir verfolgen den Weg der kleinen russisch-orthodoxen Kapelle
aus der Lausitz, die an der Wiese stand, mit Interesse
weiter:
http://www.suedumfahrungnein.ch/gripsstattbeton/wanderkapelle.php
Letztes Wochenende hat die Thurgauer Bevölkerung mit 56,5%
Mehrheit gegen die Südumfahrung Kreuzlingen gestimmt, in
deren Zusammenhang die Kapelle von der Wiese nach Kreuzlingen
weitergewandert war.
Das nächste Z'vieri findet am Samstag, 5. November an der Wiese statt.
Mit sonnigen Grüssen,
Philipp
Infomail Zollfreie Nr. 60
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 20. Mai 2005
Liebe FreundInnen des Auenparks,
als Nachtrag zur letzten Infomail kann das Kapellen-Team Euch nun die genauen Daten liefern, an denen Ralf Roehr, der Bildhauer, dem wir und andere die Holzkapelle verdanken, in die Geschichte seines Werkes einfuehren wird:
Freitag, 3. Juni 2005, 20 Uhr: Loerrach, Alte Feuerwache
Samstag, 4. Juni 2005, 20 Uhr: Riehen, Landgasthof, Buergerkeller
Wie schon angekuendigt, wird er auch beim naechsten Z'Vieri am 4. Juni anwesend sein.
Damit haben wir nun schon folgendes Programm:
- Sonntag, 22. Mai, 16 Uhr: Mitbring-Andacht. JedeR bringe einen kleinen (wirklich! denn die Kapelle ist klein) Gegenstand mit, der ihm etwas bedeutet. Dieser wird anschliessend in der Kapelle verbleiben, um sie zu schmuecken.
- Sonntag, 29. Mai, 16 Uhr: Brigitte Jaeger laedt ein zu einer Andacht im Kerzenlicht.
- Freitag, 3. Juni, 20 Uhr: Ralf Roehr spricht in Loerrach, Alte Feuerwache
- Samstag, 4. Juni, 16 Uhr: Z'Vieri
- Samstag, 4. Juni, 20 Uhr: Ralf Roehr spricht in Riehen, Landgasthof, Buergerkeller
Die Kapelle soll ja insgesamt ca. zwei Monate lang an der Wiese stehen, und wir sind immer noch offen fuer Eure Programmbeitraege. Rueckmeldungen nehme ich gerne entgegen, um sie zu koordinieren.
Mit sonnigen Gruessen,
Philipp.
Infomail Zollfreie Nr. 59
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 18. Mai 2005
Liebe FreundInnen des Auenparks,
seit gut einer Woche steht sie nun schon an der Wiese, die kleine Holzkapelle aus der Lausitz. Viele von Euch wohnten am Morgen des Pfingstsamstags der Einweihung durch die Pfarrer Martin Abraham und Dr. Georg Vischer bei, davon konnte man gestern beiderseits der Grenze ja schon in der Zeitung lesen, Telebasel berichtete, und heute wurden erste Reaktionen von LeserInnen publiziert.
Wie schon angekuendigt wird uns der Kuenstler Ralf Roehr besuchen, dessen Werk nun an der Wiese steht. Er wird beim naechsten Z'Vieri am 4. Juni zugegen sein und dann auch sowohl in der Alten Feuerwache in der Loerracher Stadtmitte (beim Burghof und bei der Stadtkirche / Matthaeusgemeinde) als auch im Landgasthof Riehen in die Geschichte der Kapelle einfuehren. Die genauen Termine werdet Ihr noch erfahren.
Samstag ist die Idee entstanden, die Kapelle zu beleben. Wenn Ihr moegt, seit Ihr dazu eingeladen, dort in kleinem Rahmen Veranstaltungen anzubieten. Dies muss nichts Grosses sein. Damit es kein Terminchaos gibt und damit ich Eure Angebote ueber diesen Verteiler verbreiten kann, teilt mir bitte mit, wann Ihr was uebernehmen koenntet.
Vorschlaege: Bildermalen mit Kindern, Picknick, Tanz ... Es muss wirklich keine Praesentation und kein Konzert sein, was Euch aber nicht davon abhalten soll. Dauer: Vielleicht 20 min.
Wir suchen auch Blumenschmuck und Leute, die Passanten informieren ueber Sinn und Zweck der Kapelle - gerade an Pfingsten war der Ort gut frequentiert.
Wir haben schon folgendes Programm:
- Sonntag, 22. Mai, 16 Uhr: Mitbring-Andacht. JedeR bringe einen kleinen (wirklich! denn die Kapelle ist klein) Gegenstand mit, der ihm etwas bedeutet. Dieser wird anschliessend in der Kapelle verbleiben, um sie zu schmuecken.
- Sonntag, 29. Mai, 16 Uhr: Brigitte Jaeger laedt ein zu einer Andacht im Kerzenlicht.
Mit sonnigen Gruessen,
Philipp.
p.s.: Das vollständige Protokoll der ausserordentlichen Sitzung des Grossen Rates des Kantons Basel-Stadt vom 12. März zur Zollfreien Strasse ist auf deren Homepage unter http://www.grosserrat.bs.ch/geschaefte_dokumente/_/protokolle/gr-protokoll_2005-03-12.pdf abrufbar. Darin finden sich auch die vertagten Antworten auf die gestellten Fragen.
Infomail Zollfreie Nr. 58
mitgeteilt durch die Regio ohne Zollfreistrasse (RoZ), 9. Mai 2005
Liebe FreundInnen des Auenparks,
seit heute morgen steht an der Wiese eine Kapelle, wo letztes Jahr gezeltet worden war. Wir laden Euch alle ein, sie am Pfingstsamstag, 14. Mai 2005, um 11 Uhr morgens einzuweihen. Fuer diese Feier haben wir die Pfarrer Martin Abraham aus Loerrach und Dr. Georg Vischer aus Basel gewinnen koennen. Sie wird von einem Gospelchor begleitet werden.
Bei dem Gotteshaus, das fuer etwa zwei Monate an der Wiese stehen wird, handelt es sich um den Nachbau der kleinsten, russisch-orthodoxen Kapelle Russlands. Das Vorbild ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Der Kuenstler Ralf Roehr hat sie 2003 angefertigt, um der gewaltsamen Zerstoerung von Lebensraum, Kultur und Umwelt durch den Braunkohletagebau in der Lausitz etwas entgegenzusetzen. Die Lausitz liegt im Suedosten Brandenburgs und ist Heimat der Sorben. Die Badische Zeitung berichtete am Montag, 21. März 2005, ueber eine weitere Lausitzer Gemeinde in einer aehnlichen Situation. Nun ist aus dieser Kapelle eine Wanderkapelle geworden, mittels derer Regionen, in denen die Schoepfung bedroht ist, einander Solidaritaet erweisen, einen Ort zur Besinnung schaffen und ein Zeichen setzen wollen.
Ende Mai oder Anfang Juni wird uns der Bildhauer Roehr besuchen und sein Werk und dessen Geschichte persoenlich vorstellen. Wir werden Euch allen dazu noch eine separate Einladung zukommen lassen.
Naehere Informationen zur Kapelle koennen unter der URL http://www.lacoma.de/archiv/1103kapelle.html nachgelesen und angeschaut werden.
Wir freuen uns auf Euer Kommen.
Mit sonnigen Gruessen,
Philipp.
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